Auf wiedersehen im September

Übermorgen enden nun schon die Besuchstage DSC_0702meiner Kurskollegen hier. Gestern waren wir auf den Spuren der wolgadeutschen Kolonisten und besuchten einige alte ehemalige Dorfkirchen.  Ein Ehepaar lud zur Segnung ihrer neuen Wohnung ein. Die Freude, drei Geistliche zu Hause zu Besuch zu haben, war ihnen anzumerken. Heute nun Fahrt nach Saratow und Einladung zum Mittagessen anlässlich des 20. Ehejubiläums des Saratower Hausmeisters, der zugleich Vertreter unserer Pfarrei vor den staatlichen Stellen ist. Am Abend Schaschlik mit Kartoffelsalat, welchen Winfried zubreitet hatte.

Morgen früh nun fahren wir mit 14 Jugendlichen zum Bistumsjugendtreffen nach Samara. Am Montag folgt eine Woche mit jungen Familien unserer Pfarrei ans Schwarze Meer. Danach 2 Wochen Wanderurlaub im Kaukasus mit einem Studienfreund, der mich überhaupt hierher in das Land und in die Berge mitgenommen hatte, damals. Es wird in diesem Blog eine Schreibpause werden, deshalb schon jetzt ein paar Zeilen über den August. Eine Woche Exerzitien mit den Mitbrüdern der Priestergemeinschaft „Jesus Caritas“ und eine Woche Urlaub in der Oberlausitz.DSC_0707

Ich hoffe, dass Sie/Du, liebe Blogleserin/ lieber Blogleser, am 3. September dann wieder den Weg auf diese Seite finden.  Das Interesse an unserer Situation hier, an den einfachen Menschen und vielleicht manchem Abendteuerlichen oder Exotischerem im Vergleich zu Deutschland, sowie das Gebet ist für mich und für manche hier sehr ermutigend. Spasibo.

 

 

bei Slawa und Lena

Heut luden Slawa und Lena zu sich nach Hause ins Dorf ein. Ob wir mit dem Kleinbus kommen könnten. Wir fuhren dann mit ihnen und den drei Kindern an einen stillen Platz in der weiten Steppe zu Picknick und Lagerfeuer. Lena ist Deutschlehrerin und spricht ein sehr gutes Deutsch. So manche Einblicke bekamen wir in russische Mentalität, Geschichte, Alltag… Draußen auf dem Dorf, 40 min von Marx entfernt, ist es für sie nicht leicht, mit den katholischen Traditionen zu leben.

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Pensa

Nachdem meine Kurskollegen am Freitag von ihrer Fahrt mit Bischof Pickel nach Wolgograd und in die Kalmückensteppe nach Elista zurückgekehrt waren, willigten sie am Sonnabend gleich in die nächsten 600 km ein, zur Hl. Messe nach Pensa. Unterwegs kauften wir an der Straße unter fachmännischer Beratung einer der Ordensschwestern eine frische Melone, die aus Astrachan hierhergebracht wurde. In Pensa ließ sich eine juneg Frau taufen. In den Vorbereitungstreffen interessierte war eine Ernsthaftigkeit für die Fragen des Glaubens zu spüren. Und gleich nach der Taufe fand in der Hl. Messe ihre Trauung mit ihrem armenisch-katholischen Bräutigam statt. Einige interessierte Gemeindemitglieder blieben zum Gespräch mit den Gästen. Die angesprochenen Themen erstreckten sich von der Verfolgungg der Kirche in kommunistischen Zeiten über die heutigen pastoralen Herausforderungen bis hin zur Frag eder Auferstehung nach dem Tod. Kurz vor Mitternacht erreichten wir Marx und erfreuten uns an der frischen Melone.

Weihekurskollegen

Nach der Priesterweihe im Jahr 1995 traf wir 4 aus dem Bistum Dresden-Meißen und ein Magdburger uns mehrmals im Jahr. Bis heute hält diese Verbundenheit. Nun findet in Marx ein kleines Kurstreffen statt. Gestern kamen zwei meiner Kurskollegen (1. u. 3. v. IMG-20170719-WA0001li.) zu Besuch. Sie verbringen nun hier einen Teil ihres Urlaubs. Spontan nutzten sie die gute Gelegenheit, mit Bischof Pickel und weiteren Gästen heut nach Wolgograd zu fahren, ein für Deutsche geschichtsträchtiger Ort.  Nach ihrer Rückkehr werden wir hier in Marx die nähere Umgebung erkunden und sicherlich Zeit zum Austausch finden.

Fatimawallfahrt

DSC_0626Zwei Ordensschwestern und 6 Frauen vom Gebetskreis für das Leben nahmen an der allrussischen Fatimawallfahrt anlässlich des hundertsten Jahrestages der 3. Erscheinung teil, bei der es um die Bekehrung Russlands DSC_0628ging. Heute kamen sie mit dem Zug aus Moskau zurück von der Pilgerfahrt, etwas müde von der langen Reise, aber sehr dankbar und voller Eindrücke, wie auf der Fahrt vom Bahnhof nach Marx zu spüren war.

Kurzbesuch

Es DSC_0616ist heute ein nicht selbstverständlicher Schritt, wenn zwei sich Liebe und Treue versprechen, und zwar ein ganzes Leben lang. Mit vielen Freunden und Verwandten feierten wir diesen Schritt meiner Nichte & Bräutigam. Für mich war es auch eine gute Gelegenheit Verwandte zu wieder zu sehen…

Im Gegensatz zur Hinreise (Anschlussflug in Moskau funktionierte nicht so wie zugesichert, nächstes Flugzeug über eine Stunde verspätet) verlief die Rückreise gestern planmäßig. In Marx hat mittlerweile doch noch der Sommer Einzug gehalten mit Tagestemperaturen über 30°C.

Hochzeit auf deutsch

DSC_0612Vor eineinhalb Jahren besuchten mich eine meiner Nichten und ihr Freund, um dann gemeinsam die weite Strecke mit dem Auto nach Deutschland zu fahren. In dieser Woche nun heiraten die beiden, was für mich ein willkommener Anlass ist, für 2 Tage in die Oberlausitz zu kommen, (allerdings mit dem Flugzeug bis Berlin.)