Konzert und ab in den Urlaub

dsc_4852Zwei junge Organisten vom Konservatorium aus St. Petersburg gaben heute bei uns ein Orgelkonzert. Eine Frau kam eine halbe Stunde vor Konzertbeginn, da sie noch nie in einer katholischen Kirche war und sie sich diese vorher anschauen wollte. Ein junger Mann grüßte uns und setzte sich auf den Platz, wo er auch beim letzten Konzert schon saß – es scheint, er fühlt sich schon ein bisschen heimisch bei uns. Einige Leute bedankten sich persönlich dafür, dass in unserer Kirche solche Konzerte stattfinden… Insgesamt kamen 120 Besucher und bei manchem ist vielleicht die Schwellenangst vor katholischer Kirche abgebaut, so unsere Hoffnung.

Nach dem Konzert durfte ich in den Skiurlaub fliegen, nach Südtirol, wo ich eine Woche zusammen mit Priestern aus meinem Heimatbistum bin. Es schließen sich ein Besuch bei der Partnergemeinde und meiner Heimat an, bevor ich dann am 25.1 wieder zurückfliege. Danach gibt es wieder Neues an der Wolga.

Verstorbene

Idsc_2810 (2)n unserer kleinen Gemeinde kommen Beerdigungen nicht oft vor. In dieser Woche verstarben zwei Gemeindemitglieder, die beide oft auch werktags zur Kirche kamen: L. hatte in Marx keine näheren Verwandten und fand in der Gemeinde ihre Heimat, wo sie in ihrer Art von vielen in der Gemeinde mitgetragen wurde.

W. zog mit seiner Frau vor ein paar Jahren vom Dorf nach Marx, u.a.  um öfter zur Kirche kommen zu können. Viel hat er im Kirchengrundstück mit geholfen. Als wir ihn einen Tag vor seinem Tod besuchten und fragten, ob er bereit sei, antwortete er: ich bin bereit. Die Grabstellen auf dem Friedhof wurden bereits vor dem Frost ausp1530935 (2)gehoben und werden dann entsprechend der zeitlichen Reihenfolge belegt. Jetzt liegen zwei Katholiken nebeneinander, äußerlich erkennbar daran, dass das Kreuz an dem Ende des Grabes aufgerichtet ist, wo der Kopf liegt. Nach orthodoxem Verständnis hingegen soll der Verstorbene auf das Kreuz „blicken“, welches demzufolge am Fußende steht.

R.i.p.

Weihnachtsfeier in Raskatovo

Als wir von der Trasse abbogen die verbleibenden 15 km bis nach Raskatovo, säumten hohe Schneeberge die Straße. Wenn diese Straße verweht ist, ist das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten, eine andere Zufahrt gibt es im Winter nicht.

Heute trafen sich alle Katechesegruppen bei einer Familie zur Weihnachtsfeier. Jeder brachte etwas Leckeres mit, gespielt wurde, erzählt… Der Hausvater ist der Traktorfahrer, der den Schneepflug im Ort fährt – in dieser Zeit ein gefragter Job. Er zeigte uns den Stall mit Kuh, Schweinen und Hühnern und erzählte von seinem Vorhaben, eine Banja (russ. Sauna) zu bauen.

Orthodoxe Weihnachten

Heute feiern unsere orthododsc_4815xen Brüder und Schwestern Weihnachten. Mit P. Laurent und unserem Praktikanten besuchten wir die orthodoxe Kirche. Kinder führten in der festlich geschmückten Kirche ein Singspiel auf und sagten Gedichte auf. Danach wünschten auch wir dem orthodoxen Pfarrer, Otjez Valerij, ein gesegnetes Weihnachtsfest. Er war sichtlich erfreut über unseren Besuch und umarmte uns mehrmals. Ich musste an den Satz denken, den Papst Franziskus beim Treffen mit Patriarch Kyrill auf Kuba vor 3 Jahren sagte: Wir sind Brüder…

Orgelkonzert, Hausweihe

bbbd174887831bd924f5d3f959391323_xlHeut fand unser zweites Orgelkonzert statt in einer gut besuchten Kirche. Die Ortszeitung hatte die Information auf die Titelseite plaziert (oben rechts). Die Organistin der Pfarrei Uljanowsk und eine Solistin, ebenso Gemeindemitglied, gestalteten ein schönes, „leicht verdauliches“ Weihnachtskonzert nach der Hl. Messe.

Am Nachmittag kämpften wir uns gegen den Schnee im Ort Stepnoje zur Kirche und anschließend durch die zugewehten (und kaum geräumten) Straßen zu den Hauseingängen zur Hausweihe. Auch für die Haustiere im Stall, besonders die tragenden Kühe, wurde der Segen erbeten.

 

Eislaufen

Das Sportstadion der Stadt wird im Winter eine Eislauffläche angelegt, auf welcher dann Jung und Alt kostenlose Schlittschuh laufen können. Mit dem Kinderzentrum sind wir heute hingefahren. Video1, Video 2. Erstaunlich, wie manche Kleinere das erste mal auf Schlittschuhkufen stehen und nach einer Weile schon gut fahren.

DSC_4785.JPGJulia & Stanislav, unsere Gäste aus Pensa, haben heute im Gemeinschaftswerk eine Ente köstlich zubereitet, die wir vom Dorf geschenkt bekamen.

Abfahrtsski

Heute, am Tag nach NeIMG-20190102-WA0001ujahr, haben die meisten hier noch arbeitsfrei, manche auch noch die ganze Woche. So fand sich eine Gruppe von 17 Leuten, die wir am Morgen die 180 km in den Kurort Chwalinsk gefahren sind. Einige gingen in das Thermalbad, der Großteil fuhr Abfahrtsski bzw. Snowboard. Manche standen das erste mal auf Abfahrtsski und übten mit großer Ausdauer Kurven fahren. Julia und Stanislav, eine junges Paar aus Pensa, kamen eigens dafür aus Pensa hergefahren und bleiben noch bis Sonnabend in Marx.