In der Osterbäckerei

Neben gefärbten OstereiernIMG-20200408-WA0001 und einer Quarkspeise gehört in Russland der Kulitsch zu den traditionellen Gerichten zu Ostern. Mit Jugendlichen haben die Schwestern heute diese Osterbrote gebacken. Soweit unter den diesjährigen Einschränkungen möglich, werden sie zu Ostern verschenkt.

Osterputz

Knapp zwei Wochen gelten bereits die Ausgangsbeschränkungen und 3 Wochen sollen noch folgen. Bei allen Chancen, die so eine ruhigere Zeit bietet, ist sie wohl für alle eine Herausforderung: die Kinder in den sehr kleinen Wohnungen, wo sich ihr Bewegungsdrang kaum erfüllen lässt; die Älteren, die sich vom öffentlichen Leben jetzt besonders isoliert fühlen; die Arbeitenden, deren Gewerbe derzeit geschlossen ist und die sich nutzlos vorkommen oder deren Einnahmen wegbrechen…

Dieses Jahr hat unser Kirchturm einen Osterputz erhalten. Unter anderem putzte ein junger Erwachsener mit unserem Hausmeister die Fenster, was das letzte mal zur Amtseinführung von Papst Benedikt geschah, so unser Hausmeister. DSC_0019

April

Damit es nicht langweilig wird in Zeiten stark begrenzter Ausgangsmöglichkeiten, sorgte das Wetter heute für Abwechslung. Typisch April, nach der Hl. Messe am Morgen starker Schneefall, ab Mittag wieder Sonnenschein und verschwunden war die weiße Pracht.

Im kleinen Supermarkt gleich neben der Kirche traf ich heut 4 Gemeindemitglieder, unter Einhaltung der vorgeschriebenen Gesundheitsregeln natürlich. Aber dennoch: Eine Begegnung von Mensch zu Mensch ist durch kein Telefon oder Internet zu ersetzen.

Palmsonntag

Wir schätzen es sehr, dass wir in P1010661der Kirche Gottesdienst feiern können. Die  Palmprozession heute musste entfallen. Knapp 30 Leute, die nahe der Kirche wohnen, kamen heute zur Hl. Messe. Von den Zuhause-Gebliebenen erzählten einige, dass sie dort beten und eine Gottesdienstübertragung mitfeiern. Manche schauten auch wieder den Gottesdienst unserer Partnergemeinde in Dresden – Zschachwitz, in dem sie überraschend von Pfr. Gehrke auf russisch begrüßt wurden.

Das Evangelium endete mit der Grablegung Jesu. Auf die befreiende Botschaft von der Auferstehung warten wir noch, aber Hoffnungszeichen gibt es schon jetzt, wie das Grün an den Palmenzweigen (Foto).

 

Leben mit Ausgangssperre

Mittlerweile gilt bei uns bis Ende April Ausgangssperre, die nur bei einigen aufgeführten Gründen außer Kraft gesetzt ist, der Kirchenbesuch gehört nicht dazu. Einige Gemeinden im Bistum bereiten online-Übertragungen vor für diejenigen Gläubigen, die über Internet verfügen. Für unsere Älteren ist die Situation am schwierigsten, manche wohnen im Platttenbau. Sie schätzen das Telefon, den Balkon für frische Luft, das Beten…

Viele versuchen, das Beste draus zu machen. Jemand sagte mir, sie freue sich, wenn sie am Morgen die Wildgänse hoch, hoch am Himmel fliegen sieht, die Vögel singen, wenn jetzt ihre Lieblingsblumen blühen und alle sind am Leben, Museen sind online kostenlos geöffnet, im Internet gibt es kostenlose Trainingskurse.

Fotos: leere Straßen, Sonnenuntergang vom Kirchendach aus (von Dresdner Studenten im September neu gestrichen), Kirchturm.

Gartenarbeit

Hinter unserer Kirche haben wir ein verwildertes Grundstück, auf dem sich unsere Jauchengrube befindet. Heute haben wir dort mit unserem Hausmeister und zwei Jugendlichen, die wie alle Fernunterricht bekommen, das Grundstück entrümpelt und  die Sträucher entfernt. Demnächst wollen wir dort Weidenkätzchenbäume pflanzen sowie Tannenbäume, für den „Eigenbedarf“.

An der Wolga

Das öffentliche Leben wird nun auch bei uns heruntergefahren. Diese Woche ist für die meisten Berufe arbeitsfrei angeordnet. Das schöne Wetter haben wir heute genutzt für eine Wanderung an der Wolga.