Auf dem Basar

Siro, der Kunstmaler, welcher im Dezember zu uns kam, hat mittlerweile einige Orte unseres Bistums kennengelernt, konnte Kreuze, Krippen- und Heiligenfiguren in den Pfarreien restaurieren und interessante Erfahrungen machen, wie er erzählte. Gestern kam er wieder zurück nach Marx, denn Ende der Woche wird er wieder zurück in seine Heimat fliegen. Jetzt heißt es „Mitbringsel“ für die Daheimgebliebenen zu suchen. Deshalb waren wir heut auf dem Basar. Handgestrickte warme Socken aus Kamel- oder Ziegenwolle werden verkauft. Selbst an den Pantoffeln ist eine hier sehr beliebte Automarke erkennbar. Mit diesen Schuhen wird man nicht überholt, sagte der Verkäufer.

Segnender Ministrant

Unsere 3 jungen Ministranten geben sich große Mühe beim Ministrieren. Bis bei allen die die Füße bis auf den Fußboden reichenDSC_7594, wenn sie auf dem Ministrantensitz sitzen, braucht es noch etwas Zeit. Was den Ministrentendienst betrifft, lernen sie schnell dazu. Auch den Dienst des Priesters beobachten sie aufmerksam, wie wir heute festellen konnten. Die Erste Heilige Kommunion haben sie noch nicht empfangen, so stellen sie sich mit in die Reihe der Kinder, den Segen bekommen. Einem war dies heute irgendwie entfallen und er suchte, was während der Kommunionspendung zu tun sei, siehe     Video

In Stepnoje folgte heute der zweite Teil der Haussegnungen, oft wurde auch das Vieh in den Ställen mit gesegnet.

Orthodoxe Feier Taufe des Herrn

Am Sonntag feiern  unsere orthodoxen Brüder und Schwestern das Fest Taufe des Herrn. Um Mitternacht zog eine feierliche Prozession von der orthodoxen Kirche an das Wolgaufer, wo bereits Löcher in das Eis gearbeitet wurden, zum Wasser schöpfen und zum Eisbaden. In einem Gottesdienst wird das Wolgawasser gesegnet, anschließend das Volk. (Video) Auch aus unserer Gemeinde kamen Leute, um gesegnetes Wasser zu schöpfen und zum Eintauchen ins Wasser, in Erinnerung an Jesu Taufe im (sicherlich etwas wärmeren) Jordan. Für manche eine praktische Verbundenheit zwischen den Kirchen, heute am Beginn der Gebetswoche um die Einheit der Christen.

Seniorentreff

Heute hatten die Schwestern unsere Senioren plus Gottesdienstteilnehmer eingeladen. Nach der Hl. Messe gab Schwester Paulina einen geistlichen Impuls mit Begebenheiten aus dem Leben der Hl. Theresa von Lisieux. Anschließend saßen wir bei Kaffee und Tee und sangen Weihnachtslieder. Dankbare und wertschätzende Worte fanden die Gemeindemitglieder dafür, dass die Schwestern in unserer Pfarrei sind und in so vielen Bereichen Gemeindeleben mitgestalten.

Ein praktisches Problem stellt in unserem Stadtviertel die Trinkwasserqualität dar. Das Wasser ist sehr eisenhaltig und oft mit einem unangenehmen Geruch verbunden. Regelmäßig wechseln wir installierte Wasserfilter und versetzen das Wasser mit Chlor, so auch heute. Erfreulicher ist das Wasser in kristallinem Zustand: Seit Anfang Januar liegt bei uns Schnee, der zum Skifahren ausreicht. Die Weg im Kiefernwäldchen sind gespurt, so nutzte ich die Gelegenheit für eine Runde Langlaufski. Der Sportplatz in der Stadt ist auch dieses Jahr wieder als Eislauffläche hergerichtet. Unsere Jugendlichen haben haben dort bereits Kurven auf dem Eis gedreht.

Fortsetzung Haussegnungen

„Jetzt ist es wieder sauber bei uns“ sagte jemDSC_7546.JPGand nach der Haussegnung.

Heute waren wir auf einem unsere Dörfer zur Haussegnung, u.a. bei einer orthodoxen Familie, die von unserer Caritas-Station unterstützt wird. Den Kontakt hatte eine engagierten Frau unserer Gemeinde hergestellt. Es war erfreulich, mit dem behinderten jungen Mann seine mühsam erarbeiteten kleinen Fortschritte beim Sprechen festzustellen. Mit viel Liebe pflegen ihn seine Angehörigen seit ca. 2 Jahren.

Haussegnungen

Diebeiden Wochen sind sehr geprägt von den Wohnungssegnungen. Gestern in Pensa, begleitet von zwei Jugendlichen vom Haus Matuelwitsch, heute in Raskatovo (Foto links), morgen wieder in Marx. In Raskatovo waren wir in manchen Häusern das erste mal. Die Leute hatten von dieser Möglichkeit erfahren. Mitunter fanden wir sogar eine kleine Ikonenecke in der Wohnung als Anknüpfungspunkt oder als Gebetsort. Zwei Jugendliche führten uns durchs Dorf, sangen kräftig mit und übernahmen Gebetstexte.

Morgen in Marx haben die Haussegnungen wieder den Vorteil, dass ich zu Fuß gehen kann und damit zwischen den einzelnen Besuchen etwas Zeit zum „Umschalten“ bleibt.

Balett

Mit den Mädchen vom Haus Matulewitsch sind wir heute Abend ins Balett nach Saratov gefahren. Zu welcher Vorstellung? Tschaikowskis Schwanensee natürlich. Sehr ansprechend, klassisch inszeniert. Manche waren das erste Mal im Theater. Möglich wurde die Fahrt dank Maria, einer Frau aus der Schweiz, die vor zwei Jahren hier in der Pfarrei mit half.