Ende der WM in Russland

Zum DSC_3511Schauen des letzten Spiels dieser WM hier in Russland lud der Generalvikar nach Saratov ein. In großen Städten gab es Fanmeilen mit public viewing, in Marx hab ich nichts von der WM gespürt: keine Flaggen an Autos, keine öffentlichen Übertragungen, keine Reklame… Vermutlich stünde als erstes schon die Frage, woher einen so großen Bildschirm nehmen. Aber viele verfolgen die Spiele im Fernsehen.

Geburtstagsfeiern

Heute am Tag feiert der Generalvikar P. Diogenes seinen Geburtstag. Wir haben uns mit der Feier zusammengetan und ludIMG-20180713-WA0006en gemeinsam nach Marx ein.

Am Tag kamen heute erfreulicherweise zwei Gemeindemitglieder, um ehrenamtlich zum einen Zelte auszubessern und zu nähen, zum anderen in der Sakristei den Fliesensockel zu legen und die zwei Räume im Untergeschoss der Kirche zu streichen. Im November, am Christkönigstag, feiern wir unser 25-jähriges Kirchweihjubiläum. Aus diesem Anlass versuchen wir einiges zu renovieren.

Taizéfahrt

Mit 17 Jugendlichen/jungen Erwachsenen, 3 Ordensschwestern und 2 Jugendlichen aus der Nähe von Dresden wollen wir Ende Juli nach Taizé0807wk1380-600 fahren. Bis Moskau fahren wir mit der Bahn, bis Prag fliegen wir und ab Prag mit PKWs, die uns unsere Partnergemeinde in Dresden-Zschachwitz dankenswerterweise organisiert. Unser heutiges Vorbereitungstreffen, zu dem fast alle da waren, begann mit der Hl. Messe mit Liedern aus Taizé, es folgte ein kurzer Film über Taizé, Infos und Abendessen mit dem typischen Frühstücksgetränk in Taizé: Kakao.

Es ist eine bunte Gruppe: afrikanische Studenten, Jüngere, Ältere, aus Marx, Saratov, Samara, dem Kaukasus… Auf der Fahrt werden sie sicherlich „zusammenwachsen“. (Foto: Taizé)

Schwester Flora

In zweieinhalb Monaten darf Schwester Flora ihren 90 Geburtstag feiern, so Gott will. Für ihr Alter ist sie sehr rüstig, sie kommt jeden Tag zur Kirche, unterhält sich mit den Gemeindemitgliedern und bügelt. Lange Zeit steht sie am DSC_3486Bügelbrett, auch meine Hemden sind dabei. Jetzt ist das ein angenehmer Arbeitsplatz im kühlen Untergeschoss, denn seit mehreren Wochen bringt die Sonne das Thermometer jeden Tag auf über 30°C. Der heiße, trockene Steppenwind bringt kaum Regen, so sind auch auf unserem Grundstück die Rasenflächen größtenteils  gelb  geworden.

Biker

Mit seinem Motorrad ist Martin Fromm von Heiligenstadt allein bis an die Wolga gefahren. HDSC_3485eut kam er zum Gottesdienst und übergab anschließend einige Schreibutensilien für Schulkinder. Hab mich gewundert, wieviel man selbst mit einem Motorrad transportieren kann.  Heut geht es für ihn über Wolgograd wieder zurück.

In unserer Kirche haben wir 4 Kirchenbänke abmontiert, um Platz für unsere Pfeifenorgel zu schaffen. Bald soll sie hier von einer polnischen Spedition angeliefert werden. Für September ist dann der Aufbau geplant. So heißt es jetzt erst einmal die bürokratische Hürde des Zolls zu nehmen.

UnseDSC_3482re Schwester Organistin ist zu einer Wallfahrt aufgebrochen, so übernahm den Orgeldienst heute zum zweiten Mal eine Jugendliche aus unserer Gemeinde. Sie spielt hervorragend Klavier und übte gestern die Liedbegleitung.  Wer in einer kleinen Pfarrgemeinde lebt, weiß es sicher zu schätzen, wenn jemand die Lieder auf der Orgel begleitet.

Pensafahrt

Wie muDSC_3475ss eine Gemeinde sein, damit sie anziehend auf andere wirkt? Heut in Pensa kam eine Frau, die den katholischen Glauben näher kennenlernen möchte und die sich spontan in der kleinen Gottesdienstgemeinde wohlfühlte. Vielleicht hat ein Glaubensweg neu begonnen.

Auf der Rückfahrt fuhren wir durch einen Starkregen, der auf den Straßen kleine Fluten entstehen ließ.

DSC_3477Der letzte Teil der Rückfahrt fiel in das Viertelfinalespiel Russland – Kroatien. Im Radio konnten wir das Spiel mitverfolgen. Auf den Straßen waren deutlich weniger Menschen und Autos zu sehen…

Stepnoje – Saratov

Nachdem aus einer Fahrt im April für die Stepnojer nichts geworden war, nahmen wir das Patronatfest zum Anlass für eine Pilgerfahrt heute mit 13 Stepnojern nach Saratov. Bischof Clemens nahm sich die Zeit, feierte mit uns die Hl. Messe in der neu gestalteten Kathedrale, kam zum Mittagessen dazu, zu welchem Sr. Emilia einlud. Lange Zeit fuhr sie regelmäßig nach Stepnoje zu Katechese, Gottesdienst, Besuchen… Weitere Höhepunkte bildeten eine Schiffsfahrt auf der Wolga, manche fuhren zum ersten Mal mit einem Schiff und Museumsbesuch. Im Gespräch wurde mir wieder deutlich, wie schwer doch das Leben auf dem Dorf in der Steppe ist: besonders im Sommer sehr unregelmäßige Trinkwasserversorgung, die tägliche Sorge um das Vieh (jetzt finden die Kühe kaum Grünes, dementsprechend weniger Milch geben sie), kein Bankautomat weit und breit, um die Rente abzuheben, im Tante Emma-Laden sind die Produkte teurer als im Supermarkt, permanent schlechte Straßen, auf denen Autos viel schneller verschleißen, Eltern, die ihren Kindern gern Bildung/Horizonterweiterung bieten möchten, aber es an Möglichkeiten mangelt, der Bus nach Marx fährt nur mittwochs und freitags… Eine Frau, mit der ich darüber ins Gespräch kam, endete dann mit dem Hinweis auf Gottvertrauen.

Auf der Rückfahrt am Abend von Stepnoje war dann das alttestamentliche Zeichen für den Bund Gottes mit uns Menschen zu sehen. (Gen 9, 13)

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