Fahrt mit jungen Familien

Heut beginnt in Russland ein langes Wochenende. Heut ist staatlicher Feiertag: Tag der Vaterlandsverteidigung, auch als Männertag gefeiert. Mit jungen Familien und Paaren fahren wir bis Sonntag in die Nachbarpfarrei Samara. Ein buntes Programm wollen wir mit den 22 Teilnehmern gestalten: thematische Einheiten über „Versöhnung“, Gebetszeiten, Gottesdienste, Spieleabend, Treffen mit Samaraer Familien und Höhepunkt für viele: Besuch des Aquaparkes. Er ist das nächstgelegene Erlebnisbad von uns aus (400 km entfernt)

Krankenpflege

Eine rührige Frau aus einem unserer Dörfer organisierte Hilfe für einen jungen Mann aus ihrem Dorf, der eine Schlaganfall erlitt. Die Caritas konnte ein Krankenbett zur Verfügung stellen. Heut fuhren wir mit einer Mitarbeiterin der Caritas und einer Freiwilligen zu dem Kranken aufs Dorf. Der DSC_2128Arzt hatte ihm gesagt, er werde wohl nie wieder laufen können. Es war erstaunlich zu sehen und zu hören, wie sich die Angehörigen um den jungen Mann sorgen. Sie hatten sich erklären lassen, wie man ihn massiert, welche motorischen Übungen zu tun sind. Sein Schwager (Foto) verbrachte seinen Urlaub bei ihm und übte mit ihm Bewegungen, die Verwandten teilen sich in die Pflege, denn auf dem Dorf gibt es keinen Physiotherapeuten, Logopäden oder Altenpflegedienst. Heut wurden wir Zeuge, wie er gestützt von 2 Erwachsenen, von einem Zimmer ins nächste gehen konnte. Welche Bedeutung doch das Engagement der Menschen um einen Kranken herum für seine Genesung hat.

Geburtstag von Pater Reinhard

Als wir kürzlich über Terminplanung und Vertretungsdienste im September sprachen, sagte P. Reinhard ohne Zögern: „Ja, ich bin dann wieder da, wenn Gott mir die Gesundheit schenkt“. Sicherlich könnte man sich in seinem Alter einen bequemeren Ort suchen. Seit über 5 Jahren kommt er regelmäßig hierher nach Marx und hilft mit in der Seelsorge. Heute dürfen wir mit ihm Geburtstag feiern. Nach der Hl. Messe am Morgen, zu der auch Bischofl Clemens gekommen war, bereiteten die Schwestern und Gemeindemitglieder eine köstliches Frühstück mit den Kindern vor. Vermutlich waren das noch nicht die letzten Gäste heute.

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Zwei religiöse Kindertage

Von verschiedenen Dörfern haben wir die Kinder heute morgen abgeholt. Das Foto ist auf dem Weg nach Stepnoje „geknipst“. Bis morgen sind die jüngeren Schulkinder (ab heute sind Schulferien) zu zwei religiösen Kindertagen hier.  13 Kinder beschäftigen sich mit der Kindheit Jesu, versuchen eigene Zugänge zum Kreuzweg zu finden, beten, singen, spielen miteinander, freuen sich am Winterwetter. Ein Nachtquartier bekommen sie bei Gemeindemitgliedern.

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Sakramentenfeier

DieDSC_2052 heutige Katechesestunde in Stepnoje war etwas Besonderes: Gestern hatte Bischof Clemens in der Hl. Messe gesagt, dass zur Vorbereitung auf den Empfang des Sakramentes der Krankensalbung der Empfang des Bußsakraments gehört. Heut sollte die Krankensalbung sein. Als ich fragte, wer sie denn empfangen möchte, klang es einstimmig: alle! Und die Beichte? Ein Nachbarzimmer wurde zum Beichtraum und jede der 7 Teilnehmerinnen entschloss sich, das Sakrament der Versöhnung zuvor zu empfangen. Sakramente sind ja ein sichtbares Zeichen der Vermittlung der Gnade Gottes, heut war es auch spürbar.

Maslenitza

MDSC_2045orgen beginnt auch für unsere orthodoxen Schwestern und Brüder die Fastenzeit. Auch dies stärkt die Motivation für den Fastenvorsatz, wenn bekannte wie unbekannte Mitmenschen sich in dieser Zeit ebenso bemühen, bewusster zu leben.

In dieser Woche wird bis zum heutigen Tag Maslenitza gefeiert. Auf dem Marktplatz wurden gegen Mittag verschiedene Stände aufgebaut. Vor allem Plinsen werden gebacken. Nach der Tradition gehen verschiedene Anverwandte zu Besuch und bringen selbstgebackene Plinsen mit, an einem Tag die Töchte und Söhne, an einem Tag die Schwiegereltern… Heute, der letzten Tag, ist der Tag der Versöhnung. Unter UDSC_2044marmungen bittet man gegenseitig um Vergebung für vergangene Verfehlungen, um befreit von Altlasten die Fastenzeit beginnen zu können.

Mit Pater Reinhard waren wir zur Hauskommunion und Mittagessen zu Tante Beate eingeladen. Dankenswerterweise hat Bischof Clemens nach dem Sonntagsgottesdienst in Marx auch noch den Gottesdienst in Stpenoje am Nachmittag übernommen, was nun eine Fahrt bei einsetztendem Schneefall bedeutete. So hatten wir mit Tante Beate ausreichend Zeit zum Erzählen, was bei ihrer Lebensgeschichte immer wieder spannden ist.

Aschermittwoch und Valentinstag

DSC_2031… lässt sich beides miteinander verbinden? Nach der recht gut besuchten Hl.Messe mit Auflegung des Aschekreuzes verteilte Sr. Galja den Blumenschmuck der Kirche an die Gemeindemitglieder, da in der vorösteDSC_2034rlichen Bußzeit kein Blumenschmuck vorgesehen ist. So konnten die einzelnen Blumen noch manchen Liebsten / manche Liebste erfreuen.