Hauskommunion

Heut am ersten Freitag im Monat besuchte ich wieder einige Kranke in der Gemeinde. Manche erzählten sehr lebhaft von ihren Sorgen, aber auch von ihren Freuden. Da sind die Chrysanthemen, die eine Frau noch von ihrem Geburtstag vor einer Woche auf dem Tisch stehen hat mit den ungewöhnlichen Farben hellblau und grün, bei denen man auf den ersten Blick an Kunstblumen denkt. Sie überlegt, wie sie die zu welken anfangenden Blumen noch am Leben halten könne. Oder Frau L., die von ihrem Ausflug in die Stadt zum ewigen Feuer, welches für die gefallenen Soldaten brennt, erzählte. Allein kann sie nicht weit laufen, ihre Tochter hat sie die lange Strecke (ca. 6 km hin und zurück) im Rollstuhl geschoben, mit Abstecher zu ihrem Geburtshaus, zu einer Freundin, zur evangelischen Kirche, in der seit neustem eine Turmuhr angebracht ist. Und den Plan für den nächsten Ausflug hat sie mit ihrer Tochter schon gemacht. Die beiden Frauen können einen den Blick für die kleinen Freuden im Alltag lehren…DSC_0304

Das Foto ist vom zentralen Platz in der Stadt am gestrigen Kindertag.