Beerdigungsfeier

Angehörige, Nachbarn, Arbeitskollegen von Verwandten, Gemeindmitglieder… versammelten sich heute zum Requiem mit offenem Sarg in unserer Kirche und zur anschließenden Beerdigung, sowie zum Gedächtnismahl. Die örtlichen Bräuche bei der Beerdigung scheinen mir hier natürlicher zu sein, als in Deutschland: die Verstorbene bleibt zu Hause liegen, wohin bis zum späten Abend Trauernde zum Beten und Abschiednehmen kamen, erst auf dem Friedhof wird der Sarg durch eingeschlagene Sargnägel geschlossen, zuvor konnte jeder noch an den offenen Sarg treten. Am Schluss bleiben alle noch stehen und warten, bis die gesamte Erde auf den Sarg geschaufelt wurde und das Grab fertig ist.

Tante Beate hatte für den Tag ihrer Beerdigung einen Abschiedsbrief geschrieben, in dem sie ihre Mitmenschen und Gott um Vergebung bat, mit Zuversicht auf den Tod schaute, „sucht mich nicht“ schrieb sie, wenn ihr Körper im Grab liegt und sie den Weg geht,“ von dem es kein zurück mehr gibt. Vielmehr betet für mich, es wird ein anderer kommen, der auch für Euch betet.“