Hausbesuch

Gestern durften wir die Dekanatskonferenz in Saratov in einer sehr geschwisterlichen Atmosphäre erleben.

Auf einem unserer Dörfer, eine halbe Autostunde von Marx entfernt, lebt eine katholische, polnischstämmige Frau mit ihrer Tochter. Sie ist im kasachischen Osjernoje aufgewachsen. Dieser Ort ist heute ein katholischer Wallfahrtsort. Im Hungerjahr wies der dortige See soviele Fische auf, dass man sie mit der bloßen Hand angeln konnte. Nie wieder später gab es dort so einen Fischreichtum. Am Ufer des Sees steht heute eine Muttergottesstatue mit einem Netz voller Fische.

Vor einigen Jahren ist die Frau mit ihrer Tochter hierher an die Wolga gezogen. Wenigstens einmal im Jahr fahren wir zu ihr hin, damit sie die Sakramente empfangen kann. Eine Besoonderheit in dem Dorf ist ein Kamel, welches dort zusammen mit den Pferden in der Herde steht.