Schutzheiliger der Corona-Einsamkeit

… so nennt der Postulator für das Heiligsprechungsverfahren den seligen Charles de Foucauld. Auf Vatican-News sagte er weiter: „Für ihn ist die Präsenz Christi zentral. Das ist also eine Einladung an uns, die wir für eine Weile der Feier der Eucharistie beraubt waren, unser Leben wieder neu auszurichten auf diese Begegnung mit Christus im Evangelium und in der Eucharistie. Das ist ein Element, das keine Patina ansetzen kann. Es gehört zum Wesen unseres christlichen Lebens und stand im Mittelpunkt des Lebens von Charles de Foucauld.“

Ist der Franzose in seiner Wüsten-Abgeschiedenheit gar eine Art Schutzheiliger in Zeiten des „social distancing“ wegen Corona? Irgendwie schon, findet der Postulator. „Er hat das in der Wüste gelebt. Er konnte selbst lange Zeit keine Messe feiern und keine Eucharistie empfangen. Ich glaube schon, dass es in einer Zeit wie der unseren wichtig ist, jemanden wie ihn im Gebet anzurufen – als einen Zeugen der Anwesenheit Christi.“

Foto: Skulptur des sel. Charles de Foucuald (links) von einem südtiroler Schnitzer aus Corvara (rechts)