Archiv des Autors: bmarschner

Pastoralkonferenz in Astrachan

SONY DSCMit den Schwestern und P. Reinhard fahren wir zur diözesanen Pastoralkonferenz nach Astrachan, in Zittaus Partnergemeinde. Ca. 100 Priester und Ordensschwestern treffen sich dort. Ein Höhepunkt wird die Einweihung des renovierten Pfarrzentrums. Heut fahren wir die Hälfte der ca. 900 km, immer an der Wolga entlang, und übernachten in Wolgograd. Zurück in Marx werden wir heut in einer Woche sein.

Durch die Steppe

DSC_0012Auf der Rückfahrt von Stepnoje, wohin wir mit den Schwestern zur wöchentlichen  Katechese gefahren sind, konnten wir über ein Naturereignis staunen: Nachdem es 2 Tage geregnet hatte, zeigte sich am Abend die untergehende Sonne in der Steppe. Anfangs sah es so aus, als ob am Horizont die Steppe brennt. Dann kam die Sonne unter den Wolken hervor.

DSC_0023Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.  Ps 19,2

Erstkommunion

Fünf Kinder und eine Jugendliche empfingen heute das erste Mal die Hl. Kommunion. Bänke für Verwandte müssen hier nicht reserviert werden. Von den beiden Kindern aus einem unserer Dörfer konnten keine Verwandten zur Hl. Messe kommen. So luden wir nachher noch ins Pfarrhaus zum gemeinsamen Mittagessen ein. Für manche endet damit heute die Feier, 2 Marxer Familien feiern diesen Tag noch zu Hause weiter.P1470505

Verabschiedung

Ab und zu fragten Gemeindemitglieder mich, wie es denn meinen Verwandten hier gefalle? Eindeutig positiv konnte ich ihnen antworten. „Wir sind nicht das letzte mal hier“, dieser Satz fiel mehrmals. Schnell war die Zeit vergangen, stellte wir am Ende fest. Heute nun fuhren sie mit dem Zug nach Moskau. Zwei wählten bewusst die dritte Klasse „Platzkartnoje“. Ihnen wurde schon vorher die Atmosphäre im Wagon eindrucksvoll geschildert: Es ist nicht schlimm, wenn man nichts zu essen mitnimmt in die 16 h Fahrt im Liegewagen ohne Abteiltüren. Eine Teetasse empfiehlt sich, alles andere (Hühnchen, Brot, Konfekt) wird herumgreicht…

In der Pfarrei kamen heut die Kinder und eine Jugendliche zusammen, die sich auf Beichte und Kommunion vorbereitet hatten. Heut empfingen sie das erste mal das Sakrament der Versöhnung, sie übernachten hier und morgen feiern wir Erstkommunion. Das Foto folgt dann.

Volgograd

DSC_0419Es sind gefüllte Tage gewesen mit dem Besuch, so musste der (oder das) Blog etwas zurücktreten. Als wir gestern am späten Abend von Volgograd (500 km entfernt) wieder zurück nach Marx kamen, stand schon eine köstliche Suppe auf dem Tisch, von den Schwestern zubereitet. Die Gastfreundschaft schätzten wir auch in den Pfarrhäusern in Kamyshin (auf halber Strecke) und in Volgograd.

Verschiedene Stätten besuchten wir, die an die Schlacht von Stalingrad erinnerten:DSC_0405 Den Hügel mit der Siegesstatue, das Panorama-Museum, welches eindrucksvoll die Kriegsereignisse veranschaulichen half – wie irrsinnig doch ein Krieg ist! -, und besonders der deutsche Soldatenfriedhof mit den unzähligen Namen von Gefallenen und Vermissten, bei denen wir auch unsere eigenen Familiennamen fanden. Bei fast 20 °C starteten wir in Volgograd, als dann bei einer Rast kurz vor Saratov jemand die Fahrzeugtür öffnete, wehte 5°C kalte Luft hinein. Was 500 km bereits für einen Wetterunterschied ausmachen können.

In der Kath. Kirche in Volgograd ist eine Kopie der Stalingrader Madonna zu sehen. (Foto)

… er ist wahrhaft auferstanden!

… so lautet die übersetzte Antwort auf den Ostergruß: Der Herr ist Auferstanden! Nachdem die Erstkommunionkinder nach Katechese noch ihre kleine Osterkerze verzierten und Ostereier färbten nach sorbischer Wachstechnik (meine Schwester hatte diesen Part dankenswerterweise übernommen), feierten wir am Sonnabend Abend gemeinsam die Osternacht. Danach brachten wir die Kinder zurück in die Dörfer. Zur Osternacht und auch zur Hl. Messe mit Bischof Pickel heute vormittag hatten sich Polizisten vor dem Eingangstor postiert und achteten auf auffällige Gegenstände – als Schutz vor Anschlägen.

DSC_0378Mit meinem Besuch fuhren wir in eines unserer Dörfer eine Familie besuchen. Schnell fanden die Kinder zum gemeinsamen Spiel, ohne dazu die Sprache des anderen verstehen zu müssen. Auch für die Erwachsenen war die Verständigung leicht, da die Gastgeberin als Deutschlehrerin arbeitet. Schließlich luden noch Mädchen vom Haus Matulewitsch zu einen Spaziergang  am Fluß Karaman ein (Foto).

Morgen werden wir mit den Gästen an einen für Deutsche bedeutsamen Ort fahren: nach Wolgograd, ca 500 km enfernt. Am Dienstag geht es dann zurück nach Marx. Hier noch ein zur Blogadresse passendes Foto.DSC_0343

 

lieber Besuch aus Schirgiswalde

DSC_0330Gestern Abend mit dem letzten Flugzeug kam Besuch aus Schirgiswalde hier an der Wolga an: meine Mutter und meine Schwester mit Familie kamen unter bewährter Reiseleitung von Max nach Marx. Die beiden Jüngsten halfen gleich heut als Ministranten aus.

Heute, der Gründonnerstag, das Fest der Einsetzung der Eucharistie, ist für die Schwestern „Dienerinnen Jesu in der Eucharistie“ und auch für die Priester ein besonderer Tag. Auch zum gegenseitigen DSC_0339Kennenlernen luden die Schwestern heut zum Tee/Kaffee ein.

Da für die Kinder gerade Schulferien sind, holten wir die Erstkommunionkinder von den Dörfern, um gemeinsam die drei österlichen Tage (Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern) zu feiern.