Archiv des Autors: bmarschner

Urlaub :-)

In diesem Jahr feiert Bischof Clemens sein 30-jähriges Priesterjubiläum. Aus diesem Grund lädt er die Schwestern, Ordensbrüder und Priester des Bistums am Sonntag, 29.4. an den Ort seiner Priesterweihe, in die Kathedrale nach Dresden ein. 5 Tage werden wir alle in Naundorf, Sächs. Schweiz zur jährlichen Pastoralkonferenz sein und uns u.a. mit Pastoralen Fragen im Zusammenhang mit heutiger Bioethik beschäftigen.

Ich nutze diese Ortswahl, um zwei Wochen Urlaub voran zu schieben und fliege/fahre morgen in die Oberlausitz. Nächste Woche werde ich P. Sergio treffeDSC_2530n, mit dem ich ein halbes Jahr in Saratov an der Uni russisch gelernt hab. Er wird das erste mal nach Deutschland kommen, so werden wir etwas durchs Land reisen.

Der Rückflug ist für den 2. Mai geplant. Bis dahin Ihnen/ Dir einen guten Start in den Frühling, oder ist es in manchen Gegenden schon der Sommer?

Das Foto vor unserem Grundstück zeigt einmal wieder, wie anziehend Pfützen für Kinder sind.

Orthodoxer Ostertermin

Vor einer Woche hatte der orthodoxe Pfarrer Otjez Valerij uns eine Karte mit feierlich formulierten Osterwünschen geschickt, heut, zum orthodoxen Osterfest, überbrachten wir der orthodoxen Gemeinde unsere Grüße. In der festlich gschmückten Kirche fiel auf, dass die Königliche Tür inDSC_2511 der Ikonostase geöffnet war und den Blick zum Altar freigab. Der „Altar symbolisiert auch das Grab Christi. Auf ihn wurde zu Beginn der Osternachtfeier das Grabtuch Christi übertragen, wo es bis zum Ende der österlichen Festzeit verbleibt.“ (Quelle: https://www.orthodoxe-ikone.de/ostern-pas-cha-auferstehung-des-herrn)

Nach unserem Gottesdienst führte der Seniorenkreis des Deutschen Zentrums ein kleines Theaterstück zu Ostern auf, bei dem es darum ging, die Osterfreude weiterzugeben, was den Spielerinnen auch gelungen ist. „Oh du fröhliche“ wurde gesungen, vom Text leicht auf Ostern adaptiert.

Hauskommunion

DSC_2498„Gut, dass Gott existiert“, sagte eine Frau heute bei der Hauskommunion und zählte Beispiele auf, wann er ihr geholfen hat. Eine andere Frau ist umgezogen und wohnt jetzt mit ihrer Tochter zusammen. Sie erzählte von der früheren Umgebung nahe der Wolga, als sie Kühe gehütet hatten und sich mit Kerosin einrieben als Schutz vor den Mücken. N. wiederum schaut oft den orthodoxen Fernsehkanal und erzählte mir einige kurze Weisheitsgeschichten, die sie dort gehört hatte. Schließlich ist noch L., welche oft die ganze Welt gegen sich sieht und unter Einsamkeit leidet. Ihr Sohn wohnt im weit enfernten Deutschland. Und S., der sich einen Mitschnitt eines feierlichen Gottesdienstes aus dem Vatikan wünscht. Heut ging es ihm nicht so gut, aber wenn er wieder aufnahmefähiger ist, will er sich die DVD mit der diesjährigen Osternacht aus dem Vatikan, die ich ihm gebrannt hatte, anschauen.

Auf den Straßen und Wiesen stehen weiterhin riesen Pfützen, vielerorts werden Straßengräben, Höfe und Senken ausgepumpt.

Tauwasser

Auch bei uns hat sich nun der Winter endlDSC_2483ich verabschiedet, hinterlässt jedoch noch jede Menge tauenden Schnee. Nicht alle unsere Hauswände sind gut isoliert, so läuft es aus manchen Wänden in den Keller. Das Wasser steht auf der Wiese und auf den Wegen. Eine elektrische Wasserpumpe kämpft gegen die sich schnell wieder füllenden Pfützen an, sowie unser Hausmeister, indem er den nassen Schnee vom Gebäude wegbringt. So bleibt für den Sommer ein kleines Bauprojekt.

„Der Herr ist auferstanden!

– Er ist wahrhaft auferstanden!“ So begrüßen wir uns (auf russisch) seit gestern Abend. Zur Feier der Osternacht gestern abend 20:00 UhrDSC_2462.jpg kamen auch die Kinder und Erwachsenen von den Dörfern. Schön bei dieser Liturgie ist u.a., dass viele einbezogen werden können: Lektoren, Ministranten, P. Reinhard sang das Exultet, die Mädchen saßen in der ersten Reihe in weißen Kleidern, Der Hausmeister und das Osterfeuer, die Schwestern mit der musikalischen Gestaltung. Eine Besonderheit bei einem der Antwortgesänge zu Ostern ist eine Melodie in 5-Ton-Musik, die sehr an isalmische Gesänge erinnert. 3 Polizisten kamen von sich aus und blieben die ganze Zeit hinten stehen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Sie trafen dann auch vermutlich unerwartet einen Kollegen, der als Gemeindemitglied an der Feier teilnahm.

Heute dann der feierliche Gottesdienst mit Bischof Clemens. Da die Wege um die Kirche noch dick vereist sind, fand die Osterprozession innerhalb der Kirche statt.

Am heiligen Grab

Den Reichtum udn die VielfaDSC_2457lt an liturgischen Formen finden wir besonders in der Feier des österlichen Triduums (= Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern). Für mich ist es jedes Jahr ein Höhepunkt, diese drei Tage etwas intensiver mit der Gemeinde zu feiern. Einen Reichtum an thematischen Gestaltungen in der Kirche finden wir auch in unserer Kirche, dank einiger sorgfältigen und schöpferischen Schwestern. Waren am Gründonnerstag vor dem Altar Brot und Wein, Schale und Kelch, Wasserkrug und Waschschale dargestellt, so steht heut das Hl. Grab mit dem Tabernakel, wovor heute und auch morgen Gläubige zum stillen Gebet kommen (werden).

Osterputz

 

7 Jugendliche trafen sich heute zum Osterputz in der Kirche. Kreuzwegbilder, Lampenschirme, Glastür wurden gereinigt. Unter ihnen auch Eleonore aus Osnabrück (beim Türfoto auf der Leiter stehend). Für knapp 3 Monate ist sie seit Montag hier zu einem Praktikum im ambulanten Pflegedienst bei der Caritas. Ihr erster Eindruck, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflege schwerer sind, als in Deutschland: schon wenn die Mitarbeiter alle Weg zu Fuß bzw. mit dem Stadtbus zurücklegen in Ermangelung eines Autos. Zur Zeit kommt noch ein weiteres Erschwernis hinzu: Tauwetter und fehlende Kanalisation. Riesige Pfützen stehen auf den Straßen und Fußgänger wissen mitunter nicht, wie sie ans andere „Ufer“ gelangen sollen.

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