Archiv des Autors: bmarschner

Eine Woche Urlaub

Bereits vor 2 Jahren nannte mir meine Schwester den Termin ihrer Silberhochzeit. Am Sonnabend ist es soweit. So wollte ich heute mit dem ersten Flugzeug von Saratov-Airlines losfliegen. Ende Mai wurde die Fluggesellschaft jedoch geschlossen. ZwarDSC_3105 sind schnell andere Fluggesellschaft in das „Loch“ gesprungen, jedoch fliegen sie größtenteils zu zwei der anderen zentralen Flughäfen in Moskau. So bin ich gestern Abend mit dem Nachtzug 14,5 h nach Moskau gefahren (Foto vom Bahnsteig in Saratov) und warte jetzt auf dem Flughafen. Terminlich passt es sehr gut, dass am kommenden Sonntag das Don-Bosco-Haus in Neuhausen 50 jähriges Bestehen feiert. So folge ich gern der Einladung an meine frühere Wirkungsstelle. Am Dienstag fliege ich dann wieder zurück, möglicherweise mit einigen Fußballfans im Flieger, wenn sie nicht schon am Sonntag in Moskau sind?

Ende der Kinderwoche

Etwas hin-und-her-gerissen schienen einige der Kinder heute gewesen zu sein: einerseits wären sie gern noch länger zur RKW geblieben, andererseits vermissten sie schon ihre Familie. Der heutige Sonntag bildete noch einen kleinen Höhepunkt: Hl. Messe mit der Gemeinde, Fotoshow mit den besten Fotos der Woche und eine persönliche Auszeichnung für alle Teilnehmer. Freudig erzählte Wlad, dass die ihm überreichte Urkunde die erste überhaupt sei, die er in seinem Leben bekommt und einen weiteren Baustein zum Glücklichsein bildete die kleine Taschenlampe (ein Werbeartikel, den Gäste aus Deutschland da gelassen hatten), die er bekam.

Alle Kinder sind nach Hause gebracht/gefahren/gelaufen. Es gab keine Unfälle, niemand ist ernsthaft erkrankt. Gott sei Dank. Thematisch ging es um die Familie als Schatz in unserer Hand, für nicht wenige alles andere als selbstverständlich, denn es geht wieder zurück in ihre sog. Patchwork-Familie, zur Oma, die die Kindererziehung übernehmen musste oder in Elternhäuser, wo Alkohol Beziehungen zerstört. Wir hoffen, dass sie etwas gestärkt sind für die Verantwortung, die in ihrer eigenen Hand liegt.

zurück in der Zivilisation

Auch die Steppe hat ihre landschaftlichen Reize, wenn zum Bsp. die Sonne am weiten Horizont untergeht. An einem kleinen Flüsschen, wo auch Bäume wachsen, hatten wir wieder unsere 13 Zelte aufgeschlagen. Gekocht wurde über dem Holzfeuer, Wasser holten wir aus einer Quelle, Kuckuck und ander Vögel gaben die Hintergrundmusik, am Abend versammeln sich alle am Lagerfeuer, ein Floß aus Plasteflaschen bauten die Kinder… Fast die Hälfte der Kinder wäre gern noch länger in der Natur geblieben. Wie so oft laufen die Tage in der Natur mit den Kindern entspannter ab, als in der Stadt Marx. An seinem 20. Jahrestag seiner Bischofsweihe besuchte uns Bischof Clemens mit seinen Gästen, aß mit den Kindern, stellte sich in der Schlnge zum eigenen Teller abwaschen mit an, spiele mit Federball und nahm am Abend der Talente teil. 2 Tage folgen jetzt noch, bevor am Sonntag dann jeder wieder nach Hause fährt.

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Kinderwoche 2. Tag

Über den Umgang miteinander in der Familie ging es heute, welcher geprägt sein soll von der Liebe. Bei schönstem Sommerwetter zog es in der Pausen alle nach draußen. Bei manchen kleinen Stürzen galt es denjenigen zu trösten und ggf. zu verarzten. Drei der Helfer fuhren heute bereits ind die Natur, um die Zelte für die Kinder aufzubauen. Morgen fahren wir dann für zwei Tage zelten. Dicke Sachen sollen die Kinder mitbringen, denn nachts in der Steppe kann es kalt werden.

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Religiöse Kinderwoche

4 Tage hatten wir kein Internet, inwzischen sind die Klosterbauer wieder abgereist. Manche Ecken im Grundstück sind jetzt schöner geworden, einfacher handhabbar, wieder funktionstüchtig… Und es war ein sehr gutes Beispiel, welches sie durch ihren Dienst gegeben haben: das kollegiale Miteinander, die Motivation, den ganzen Tag sich zu mühen (der Älteste unter ihnen ist dieses Jahr 80 geworden), das Interesse für unsere Situation…

Fronleichnam in Marx und in Stepnoje, u.a. mit zwei Gästen von Bischof Clemens aus Sachsen-Anhalt. In Marx empfing die 3 Monate junge Wasilissa das Sakrament der Taufe.

Die Religiöse Kinderwoche für die Jüngeren hat heute mit knapp 30 Kindern und jugendlichen Helfern begonnen. Manche Kinder konnten den Beginn kaum erwarten. (Ich hätte einen Tag dazwischen zum Luft holen nicht abglehnt). „Die Familie – der Schatz in meinen Händen“ lautet das Thema. Die Gruppe scheint gut zusammenzu wachsen. Aber auch das erste Heimweh machte sich schon heute bemerkbar.

Reparieren anstatt Wegwerfen

Konstantin, der Elektriker unter unseren Klosterbauern, hatDSC_2917 dieses Netzgerät (Foto) von den Mädchen im Haus Matulewitsch repariert und ihm mühevoll eine Schutzumhüllung aus einem Eimerdeckel aus Plaste zurechtgeschnitten. Ein Neukauf wäre sicherlich einfacher gewesen, aber so erfüllt das Teil weiterhin seinen Zweck (unter Vermeidung von zusätzlichem Müll).

Auch für die Klosterbauer war heut Arbeitstag. Fronleichnam ist bei uns auf kommenden Sonntag verlegt. Jedoch für unsere Eucharistieschwestern war heute  der eigentliche Fronleichnamstag ein Festtag, an dem sie ihre Gelübde  erneuerten.

Einkaufstag

Am kommenden Montag erwarten wir caDSC_2910. 30 Kinder zur RKW (Religiöse Kinderwoche) für die Jüngeren. Übernachten werden sie bei Gemeindemitgliedern, alle Mahlzeiten bekommen sie von den Schwestern. So haben wir heut 11 h mit dem Einkaufen in Saratov verbracht. Mit voll beladenem Kleinbus, in dem auch noch die Fußbodenfliesen für die Sakristei Platz fanden, ging es wieder zurück. Am Küchentisch im Pfarrhaus saßen die Klosterbauer nach getaner Arbeit in froher Runde zusammen. Es ist eine Gruppe, die gut miteinander können, was wohl nicht immer so ist, wie sie sagten. Das Foto zeigt den „Polier“ der Gruppe, Herrmann Krümpelmann.