Archiv der Kategorie: Allgemein

Verabschiedungen

DSC_1103Der heutige Tag war ganz von Verabschiedungen geprägt: Die einschneidenste ist wohl die von Schwester Helena. Noch zu Sowjetzeiten kam sie hierher, sammelte die Katholiken und bereitete sie auf den Empfang der Sakramente vor. So wurde allmählich Kirche aufgebaut, wie es der heute  eigens angereiste Generalvikar, P. Diogenes, in der Predigt sagte. In den 32 Jahren ihres Dienstes in unserer Gemeinde sind fast alle heutigen Gemeindemitglieder durch ihre Katechese „gegangen“. Nach 7 Jahren Jahren Marx wurde auch Sr. Inna verabschiedet, sowie auch Sr. Anjuta. Alle drei wechseln in ein anderes Kloster.DSC_1102

Mit der Bitte um ihr Gebet bzw. um das Mitnehmen der Gebetsanliegen wurde heut auch 4 Pilger verabschiedet, die mit einer Pilgergruppe unseres Bistum nach Lourdes, Fatima und Spanien pilgern: P. Reinhard, P. Diogenes, Sr. Jewgenja und Sr. Emilia.

DSC_1100Verabschiedet haben sich auch die Gäste aus der Pfarrei Zittau. Morgen beginnt für sie wieder die Arbeitswoche. Sie waren sehr angenehme Gäste, interessiert an der Situation hier. Gestern in Pensa entspann sich schnell ein intensives Gespräch mit den Gemeindemitgliedern über Werte, Glaube, Freiheit…

Abschied / Danke

Für 2 unserer Ordensschwestern läuft diese Woche das Programm in der Pfarrei vorerst zum letzten mal. Insgesamt drei Schwetsren beginnen nächste Woche ihren Dienst an einer neuen Stelle. Die beiden Schwestern, die in dieser Woche, wie immer, mit zur Katechese in Stepnoje waren, wurden von den Kindern ihrer Katechesegruppen verabschiedet. Sie bedankten sich mit einem Lied. Am kommenden Sonntag wird dann die Verabschiedung in der Gemeinde in Marx sein.

Besuch aus Zittau

DSC_1084Die Partnergemeinde der Pfarrei Zitatu ist die Pfarrei in Astrachan. Zwei Ehepaar aus Zittau und Olbersdorf besuchten, nach Zwischenstopp in Moskau, in Astrachan eine befreundete Familie und die Pfarrei. Ein Zittauer Bäcker aus der Gemeinde hatte extra ein Brot für die Astrachaner mit Grüßen verziert, welches sie der Partnergemeinde überreichen konnten. Ihr Rückweg führt sie nun an der Wolga entlang, über Wolgograd, jetzt für ein paar Tage nach Marx. Zu erzählen gibt es viel, von guten Bekannten aus Zittau, von den Reiseerlebnissen, von den Bergen…

Tischlerwerkstatt

DSC_1078Heut waren wir wieder „auf Tour“, um die letzten der Familien zu besuchen, die über das Projekt „Eine Kuh für Marx“ einen Antrag gestellt haben. Beim Stall besichtigen zeigte uns eine Frau auch die Tischlerwerkstatt ihres Mannes und mit einigem Stolz auch Stühle, welche ihr Mann gefertigt hat. In wenigen Tagen endet der Weidebetrieb, dann stehen die Kühe die ganze Zeit zu Hause und ausreichend Futter und Stroh muss jetzt besorgt werden. Für uns endet auch erst einmal das Ausreichen des Kuhprojekt-Geldes. Schnell hat sich diese Hilfsmöglichkeit herumgesprochen und weiter Anfragen werden noch wohl noch kommen. Wir werden im neuen Jahr weiterschauen, welche HIlfe möglich ist. Herzlichen dank den Spendern im Bistum Osnabrück.

Pilgerfahrt zu neugotischer Kirche

DSC_1054Quelle und Höhepunkt für eine Pfarrgemeinde soll die Eucharistiefeier sein. Doch auch darüber hinaus braucht es Treffen, welche die Gemeinschaft stärken. Mit der Gemeinde in Pensa haben wir am Sonntag eine Pilgerfahrt ins über 400 km entfernte Samara unternommen. Ein Kleinbus voll fuhren wir am Sonntag früh um 4:00 ab Pensa. Vor allem jüngere Leute nahmen teil (2 fehlen auf dem Foto). In Samara wurde über 2 Jahre lang die neugotische Pfarrkirche renoviert. Die fertige Kirche war unser Ziel. Gemeindemitglieder hatten ein Mittagessen für uns vorbereitet. Eine junge Frau aus der Gemeinde führte uns anschließend durch die Stadt, bei sonnigem Herbstwetter. Mit guten Eindrücken ging es die 6 h Stunden Fahrt wieder zurück. So eine Fahrt ist auch eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Hauskommunion

Der erste Freitag im Monat, der Herz-Jesu-Freitag ist in unserer Pfarrei der Tag der Hauskommunion. In welch unterschiedliche Situationen ich bei den 5 älteren Gemeindemitgliedern kam: Eine Frau, der wegen der Zuckerkrankheit beide Beine amputiert werden mussten, möchte gerne sterben. All ihre Freunde in ihrem Alter hat Gott bereits zu sich geholt, „nur für mich hat er keinen Platz“, sagte sie. Und doch stellte sie am Ende fest, wie gut es ihr doch geht, da ihre Tochter bei ihr wohnt und sich sehr um sie sorgt.  – Eine andere Frau, die nur klagte über das, was die Leute über sie reden, wie gut es andern im Vergleich zu ihr gehe. Eine freundliche, ausgeglichene 91-Jährige, bei der das Gespräch auf die Erziehung zum betrügerischen anstatt zum friedlichen Miteinandern in der Gesellschaft kam. Eine an Parkinson Erkrankte, der jede Bewegung zur Zeit besonders schwer fällt und eine Frau, die freudig ihre Fortschritte beim Gehen mit Rollator zeigte. Allen gemeinsam war wohl die Freude über die Verbindung mit der Pfarrgemeinde.

Tag der Deutschen Einheit

DSC_1041Einige der Schwestern gratulierten P. Reinhard und mir zum heutigen Feiertag. Am Abend saßen wir mit einigen noch zusammen, die sich u.a. für unsere deutsche Geschichte interessierten und schauten uns Videos zum dennkwürdigen Mauerfall an. P. Reinhard sang Lieder, die im Wendeherbst sehr bedeutsam wurden und Lebensgeschichten aus den Zeiten der Perestrojka (=Umbau, russ. Vokalbel, welche fast niemand neu lernen muss) wurden erzählt. Ein Feiertag, der uns sehr dankbar auf ein Stück deutsche Geschichte zurückblicken lässt.