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liebe Gäste

19576731_1376494609108101_1644774431_oSie haben die Hindernisse für eine Reise nach Russland nicht gescheut (Visa, Flüge buchen, sich die Frage gefallen lassen, warum gerade Russland?) und sind gestern und heute angereist: Father Eric aus Ghana, mit dem ich seit meiner Cottbusser Zeit in guter Verbindung stehe, Marina aus der Nähe von Grimma, die ihn begleitet, Silvana (eine treue Emailschreiberin) und ihre Schwester Bettina aus der Pfarrjugend Zittau, Pfr. Christian Pabel (Cottbus) und Pfr. Bernd Schacht (Torgau), mit denen mich eine jahrelange geistliche Freundschaft in der Priestergemeinschaft „Jesus Caritas“ verbindet.19496330_1376494585774770_892467041_o

zurück aus der Steppe

Liebe Blogleser, offenbar haben Sie/hast Du diese Blogadresse trotz einger Tage „Sendepause“ noch nicht aus den „Favoriten“ gelöscht; das freut mich. Wir stehen mitten in unserer Religiösen Kinderwoche für die Teenies und sind nach 3 Tagen zelten in der Steppe heute wieder zurückgekehrt in die Zivilisation. Zuvor hatten sich die Zeiten, in denen man Blog schreiben könnte, irgendwie rasch zusammengeschoben: einen Jugendlichen, der im Pfarrhaus übernachten sollte, suchten wir nachts im Ort. Helferbesprechung am Abend, Organisationen für die Gemeindemitglieder, die an der Fatimawallfahrt teilnehmen…

Mit den Teenies und dem sehr guten Helferteam sind es wohl für alle angefüllte Tage. Als in der Steppe am Abend ein Gewitter aufzog, versammelten sich einige am Lagerfeuer und begannen, Rosenkranz zu beten. Das Gewitter zog an uns vorbei und die Zelte hielten dem Regen stand. Hl. Messe in der Natur, ein Stationenweg durch die Landschaft, bei der sich eine Gruppe leicht verirrte, Singe- und Talenteabend am Lagerfeuer, köstliches Essen, Freude am Singen, Fußball und Volleyball, Baden im Bach zählten mit zu den Höhepunkten. Nach den Tagen in der Natur kommen die Kinder etwas ausgeglichener zurück, scheint mir.

Morgen wollen wir mit allen Kindern nach Pensa fahren. Dort befindet sich auch der nächstgelegene Zoo.

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Fronleichnam

Um die 4 Altäre für die Fronleichnamsprozession zu gestalten, nahmen manche der Gruppen viel Vorbereitungen auf sich. Die Erstkommunionkinder gestaltetet einen Altar mit Bildern, was Ihnen die Eucharistie bedeutet, die Frauen des Mutter-Gebetskreises beteten besonders für die Kinder und um Kraft für ihre Verantwortung als Mütter, die Jugend gestaltete einen Altar mit Ikone und besonders schön mit Blumen geschmückt war der Altar der Schwestern.

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Am Abend reisten dann die ersten Teilnehmer der RKW für 12 bis 14 Jährige aus der Pfarrei Samara an. Morgen beginnt dann für alle die Kinderwoche. Die Schwestern haben sich einige Gedanken gemacht, was für dieses Alter spezifisch ist. So wird es keine genaue Wiederholung der ersten RKW werden.

Vorbereitungen

DSC_0419.JPGAn der gesamtrussischen Fatima-Wallfahrt Mitte Juli werden auch 2 Schwestern und 6 weitere Frauen aus der Gemeinde teilnehmen. Um ein Schengen-Visum für Portugal zu beantragen, müssen wir ins 400 km entfernte Samara zum dortigen Konsulat fahren. Nachdem die nötigen Dokumente zusammengetragen sind und wir die Formulare gemeinsam ausgefüllt haben, fahren wir morgen früh zeitig nach Samara und am Abend zurück. Von der Kirche in Samara ist bereits ein Großteil renoviert. Dort werden wir Hl. Messe feiern.

Die Stadt Samara bereitet sich auf große Ereignisse vor (ist ein Austragungsort der Fußball-WM 2018) und auch bei uns rief jemand von der Stadtverwaltung an und bat darum, dass wir den Rasen vor unserem Kirchengrundstück mähen, denn in einer Woche kommt der Gouvaneur des Saratovsker Oblastes nach Marx zu Besuch und unsere Kirche liegt an der Einfallsstraße in die Stadt.

Grundwasser

DSC_0411Es hatte einen Hauch von „Goldgräberstimmung“, als ein Klempner unserer Gemeinde zusammen mit einem weiteren Gemeindemitglied, unserem Hausmeister und einem Helfer einen Loch in die Erde bohrten, um auf Grundwasser zu stoßen, welches zum Wässern des Gartens verwendet wird. Nach 8 m kam bereits Wasser, allerdings mit Sand vermischt. Schließlich entdeckten sie nach 30 m eine gut wasserführende Schicht.

So können wir die laufenden Ausgaben für Wasser künftig etwas verringern. Auch brauchen wir im Sommerhalbjahr kaum Blumen für die Kirche zu kaufen. Sie kommen aus dem Pfarrgarten, dem Garten der Schwestern und von Gemeindemitgliedern.

Freier Tag

DSC_0407Wenigstens ein halber freier Tag ist mir heut gelungen. Und da die Zeit ja nur wirklich frei ist, wenn man nicht den Schreibtisch vor Augen hat und die Klingel nicht hört, hab ich ein neues Fahrrad, welches wir kürzlich für die Pfarrei gekauft hatten, ausprobiert: Fern ab der Trasse lassen sich inteDSC_0409ressante Landschaften auf Feldwegen erreichen, auf der Fahrt durch die Dörfer fallen die vielen Kinder auf der Straße auf, dann eine unerwartete Einladung zum Tee und Geburtstagstorte eines Gemeindemitgliedes und die Rückfahrt, bei der das Sitzen auf dem Sattel teilweise schon unbequemer wurde.DSC_0405

Gegen Ende der RKW

Nach 2 Übernachtungen im Zelt sind wir gestern abend wieder in der Zivilisation angekommen. In der Natur war es ein ganzes Stück entspannter mit den Kindern und ein besonderes Erlebnis, Hl. Messe und Katechese unter freiem Himmel zu halten. Viel Freude hatten sie auch an Baden in dem Flüsschen, an einem Stationenlauf in der Steppe, dem Weg zum Gebet auf eine Anhöhe, an den zutraulichen Eidechsen (besonders die Jungs)… Und sie lobten das „luxeriöse Essen“, viele aßen wie die „Scheunendrescher“. Da lässt sich erahnen, wie weing reichhaltig das Essen sonst zu Hause sein mag. Morgen nach dem Mittagessen heißt es dann Abschied nehmen, und ausschlafen – wohl für alle Beteiligten.