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Auf dem Jakobsweg

Mit einer kleinen Gruppe (Priester, SchwDSC_5336estern) aus unserem Bistum begeben wir uns auf den Jakobsweg. Heut Abend fliegen wir los. In León (Spanien) wollen wir übermorgen starten und auf dem camino frances nach Santiago zum Grab des Apostels Jakobus pilgern, so Gott will. So freu ich mich auf das Aufbrechen, jeden Tag neu, das Gehen an der frischen Luft, das Beten unterwegs (so manche Namen sind mit „im Gepäck“), die Gemeinschaft, Begegnungen… Für den 5. April haben wir die Rückreise geplant, dann ist hier wieder das Neuste zu lesen. Also bin ich dann mal weg.

Einladung zum Tee

Drei KDSC_5320atechesegruppen sind montags in Stepnoje: Erwachsene, ältere Kinder und die Jüngeren. Letztere hatten heutDSC_5330e nach der Katechese zum Tee eingeladen. Noch ist der Schnee teilweise zu hohen Bergen (von den Kindern gut als Rutschbahn genutzt) zusammengeschoben. Doch in der Steppe sind bereits die trockenen Halme vom Vorjahr wieder zu sehen, Tauwasser tränkt den Boden. Auch die Kühe warten nach dem langen Winter auf frisches Grün.

Beerdigung

Nur 42 Jahre alt war die Frau aus unserer Gemeinde, die wir heute beerdigt haben. Neben ihrem erwachsenen Sohn und ihrem Ehemann hinterlässt sie eine 4-jährige Tochter. Besonders schmerzhaft muss es auch für ihre Mutter sein: zwei ihrer drei Kinder hatte sie bereits beerdigen müssen. Fast die gesamte „Sonntagsgemeinde“ kam nach der Sonntagsmesse mit zur sog. Otpewanje, der Aussegnung im Wohnhaus. Dort beginnt bereits die liturgische Feier der Beerdigung, es schließt sich als nächste Station die Beisetzung auf dem Friedhof an. Anschließend luden die Angehörigen zum Totenmahl ein.

Ausreichend Zeit ist für die Verabschiedung am offenen Sarg, auch noch auf dem Friedhof vorgesehen. Erst dann wird mit dem Einschlagen der Sargnägel der Sarg geschlossen. Trauer muss dabei nicht unterdrückt werden, auch Männer dürfen laut schluchzen. – R.i.p.

Dekanatstreffen

Weil unsere Pfarrei im Dekanat mehr oder weniger zentral liegt und die räumlichen Möglichkeiten sehr gut sindIMG-20190314-WA0037, sind wir oft als Ausrichter für Dekanatstreffen angefragt. Zur Zeit treffen sich die Priester, ein Ordensbruder und die Ordensschwestern des Dekanates bei uns, 31 an der Zahl. Diesmal sorgen die Saratover für die Verpflegung und wir stellen die Räumlichkeiten. Besonders der Austausch mit den aus unterschiedlichen Ländern stammenden Mitbrüdern und Schwestern ist sehr wertvoll. Am Abend kam Bischof Pickel dazu, der morgen früh seinen Namenstag mit uns feiert. Danach begeben sich alle auf die Heimreise.

Chefkoch

Zu den Aufgaben in unserer vita communis imDSC_5308 Pfarrhaus gehört auch das Kochen. Für drei Monate waren die Mahlzeiten eher im französisch/italienischen (P. Laurent) Geschmack oder im russischem bzw. experimentierfreudigem Stil (Praktikant Viktor). Mich stellten sie oft frei bei der Reihenfolge des Kochens. (Ich schreib das ohne weitere Begründung 🙂 Dankenswerterweise hat P. Reinhard jetzt die Rolle des „Chefkochs“ übernommen, mit vertrauter deutscher Küche. Doch desöfteren bekommen wir von Gemeindemitgliedern Plinsen, Schnitzel, Kochfleisch, Eingemachtes, wir werden eingeladen oder von Gemeindeveranstaltungen bleibt etwas übrig.

P. Reinhard bereitete heut auch unseren zwei Übernachtungsgästen auf der Durchreise, zwei Mitbrüdern aus Orenburg, ein köstliches Abendbrot.

Tauwetter

Gummistiefel zu tragen, ist hier derzeit in Mode. Die Notwendigkeit zeigt das Foto aus unserer Stadt: Infolge der fehlenden Kanalisation stehen kleine Seen aus Tauwasser und Regen auf den DSC_5301Straßen. Frost und Plusgrade wechseln sich ab, das lässt die Löcher auf den Asphaltstraßen zu Gruben werden. Wenn noch, wie heute, Wasser drin steht und man beim Autofahren die Tiefe nicht erkennt, muss man jedesmal mit dem Schlimmsten rechnen. Deshalb nahm die Fahrt nach Stepnoje zur Katechese heut etwas mehr Zeit in Anspruch.

Dem Dichter Nikolai Gogol (+1852) wird der Spruch zugeschrieben (welcher auf russisch viel poetischer klingt): „Russland hat zwei Probleme: die Dummköpfe und die Straßen.“ Doch in der Ortszeitung war bereits von Mitteln zu lesen, die für die Straßenerneuerungen in diesem Jahr vorgesehen sind, – also nicht alles unlösbare Probleme 🙂

Tante Beate

Ihre Gesundheit erlaubt es ihr schon einge ZeitDSC_5299.jpg nicht mehr, zur Kirche nach Marx zu kommen. So fahren wir regelmäßig zu ihr und bringen die Hl. Kommunion, so auch heute, zusammen mit P. Reihnhard und zwei Frauen aus dem Müttergebetskreis, zu dem auch Tante Beate (rechts im Bild) gehört. Bei ihrer Lebenserfahrung sind die Gespräche mit ihr immer wieder interessant und auch ihren Humor hat sie nicht verloren.

Bei unseren orthodoxen Schwestern und Brüdern beginnt morgen die Fastenzeit. Heute ist Versöhnungssonntag. Eine Frau erzählte, dass ihre Bekannte sie heut anrief und sie um Vergebung bat für alles, was in letzter Zeit war. – Eine Chance zur Versöhnung, wenn es nicht nur allgemein und als Verpflichtung geschieht…