Archiv der Kategorie: Allgemein

Pilgerreise nach Mexiko

guadalupeIn unserem Bistum sind Schwestern und Priester aus Mexiko tätig. Einige von ihnen haben eine Pilgerreise zum Marienwallfahrtsort der Gottesmutter von Guadalupe (Foto) organisiert, sowie weitere Stationen zum Kennenlernen von Land und Leuten. Mit einer Gruppe von 16 Personen, darunter auch Sergio, mit dem ich ein halbes Jahr in Saratov den Russischkurs belegt hatte, fliegen wir heut nach Mexiko. Einen Höhepunkt bildet der Besuch des Wallfahrtsortes am 10. März. Ich hab bereits eine lange Liste mit Namen derer, für die ich dort besonders Fürbitte halten möchte bzw. die eigens darum gebeten haben. Begegnungen sind geplant, um die kirchliche Situation kennenzulernen, Orte der indianischen Geschichte, das Meer… Momentan wird es bis zu 26°C warm.

Für den 25. März ist die Rückreise gebucht. Danach gibt es hier im Blog wieder Neues von der Wolga zu lesen, bzw. vermutlich erst einmal Eindrücke von Mexiko.

Geburtstagsbesuch im Kinderheim

DSC_0241Seit ungefähr einem halben Jahr ist ein Junge unserer Gemeinde, dessen Eltern früh verstorben sind, ins Kinderheim gekommen. Mit den bisherigen Pflegeeltern, seiner Schwester und zwei der Ordensschwestern (der Schwesternkonvent hat sich von Anfang an sehr um ihn bemüht) haben wir heute die knapp 2 h Fahrzeit zu ihm zurückgelegt, um ihm zum 13. Geburtstag zu gratulieren. Für ihn war es eine Überraschung, und zwar eine sehr freudige, wie ihm anzumerken war. Das Haus mit den Erzieherinnen machte auf uns einen sehr ordentlichen und menschlich angenehmen Eindruck. Freilich, die eigene Familie kann es wohl nicht ersetzen.

Gesichter

dsc_0231In Pensa war heut wieder ein Stück Weltkirche spürbar. Ein Hochschulabsolvent aus Göttingen, der zur Zeit für ein Praktikum in Pensa an der Universität tätig ist, interessierte sich für die katholische Kirche vor Ort.dsc_0225

dsc_0226Ein Gemeindemitglied half bei der Schadensbehebung einer Leitungshavarie der Fernwärmeheizung im Januar und war mehr als 24 h hintereinander im Einsatz. Für seinen uneigennützigen Dienst bekam er eine Ehrung, die er uns heut zeigte. Schließlich noch ein Werbefoto in einer Tankstelle an dem 300 km langen Weg nach Pensa.

Tauwetter

Heute am ersten Freitag des Monats war ich wieder zur Hauskommunion-Runde. Einer Frau, welcher beide Beine amputiert werden musste, geht es seit Wochen schlecht. Die Tochter erzählte erschüttert, das die gerufene Ärztin die Mutter nur angeschaut habe und dann der Tochter sagte, „Was wollen sie denn bei diesem Alter der Mutter?“ (über achzig), sie möge sich auf das Sterben vorbereiten. Mit der Leiterin unserer Caritasstation konnten wir ihr noch ein kleines Geschenk zum bevorstehenden Frauentag vorbeibringen.

Das Tauwetter hält an. Da die Kanalisation der Stadt seit ca. 70 Jahren verschüttet ist, stehen riesige Pfützen auf den Straßen, besonders für Fußgänger eine große Herausforderung. Der Schnee hatte auch den Vorteil, dass er den Müll etwas zudeckte. Doch allerspätestens vor dem großen Feiertag 9. Mai werden die Schmu

tzecken aufgeräumt werden.

Gäste aus Osnabrück

dsc_01865 Gäste aus dem Bistum Osnabrück sind noch bis Montag in unserer Pfarrei zu Gast. Für unsere Kinder, die zur Zeit in der Pfarrei sind, war es eine Freude, ihre Talente zu zeigen und sich vor den weitgereisten Gästen vorzustellen, sowie ein stimmungmachendendes Lied von ihnen zu lernen. Mit sehr wachsamen Augen schauen die Gäste auf den russischen Alltag.

dsc_0203Mit den Kindern wollten wir heut eigentlich Spiele im Schnee unternehmen. Als ersten sind wir auf den Markt gefahren und haben für jeden ein Paar Schuhe seiner Wahl gekauft, damit die Kinder für den Winter ein Paar trockene Wechselschuhe haben. Nach Fußweg zurück zur Kirche in den neuen Schuhen zeigten die Kinder, wie schmutzig die guten neuen Schuhe schon geworden waren. Denn bei dem Tauwettter stehen die Pfützen in den Straßen meterweit. So führten zwei jugendliche Helfer die Spiele besser im trockenem Saal durch.

Kinderferientage

dsc_0162-2Über 30 Kinder sind für drei Tage in der Pfarrei zu einer Art Winter-RKW (Religiöse Kinderwoche). Auch von den Dörfern haben wir die Kinder hergefahren. Voraussetzung für die Teilnahme war, dass sie zur wöchentlich stattfindenden Katechese kommen. Manche waren extra wegen diesen Tagen in Marx die letzten beiden Male wieder zur Katechese im Dorf gekommen. Das Tauwetter setzt dem morgigen Ausflug zwar Grenzen, aber eine kleine Winterolympiade wird sicher möglich sein. Da nicht alle trockene Schuhe zum Wechseln besitzen, wird ein Händler morgen kommen und die Kinder bekommen ein neues Paar Stiefeln geschenkt.dsc_0183

Beerdigung

Gestern durften wir mit Geburtstag feiern, heute mussten wir das Requiem für einen 79-Jährigen aus udsc_0158nserer Gemeinde feiern. Seit vor 14 Jahren seine Frau gestorben war, kam er fast täglich zur Hl. Messe, half mit Schnee schaufeln und spielte gern bei Krippenspielen und Theaterstücken mit.

Hier können Angehörige sehr nah miterleben, dass der Tod zum Leben dazugehört. Aus dem Krankenhaus, wo die Angehörigen sich abwechselten, damit Tag und Nacht jemand bei ihm ist (so auch in der Sterbestunde) wurde der Verstorbene in seine Wohnung gebracht. Dort aufgebahrt, nahmen Angehörige und Bekannte in Stille Abschied. Zur Beerdigungsfeier kam Bischof Pickel kam, der ihn seit seiner Zeit in Marx gut kennt, sowie P. Tomasz, der 11 Jahre hier als Pfarrer wirkte. Unsere Feier begann in der Wohnung, es folgte das feierliche Requiem mit offenem Sarg in der Kirche und anschließend wurde der Sarg in einen bereitgestellten Bus gebracht, in dem auch die Anwesenden mit zum Friedhof fahren konnten.