dies sacerdotalis – Priestertag

OelSaratow2017 (2)Bereits gestern Abend reisten 4 Priester und eine Ordensschwester bei uns in Marx an, um zu übernachten. Heute trafen sich dann die Priester des nördlichen Bistumsteiles in der Kathedrale in Saratow zur Hl. Messe mit Bischof Pickel. Wir erneuerten die priesterlichen Gelübde, bekräftigten das Verlangen, uns enger mit Christus zu verbinden und das letzte Versprechen betraf das Lehramt und die Sorge um das Seelenheil der Menschen. IMG_8522Mit nur wenigen Ausnahmen waren wir Priester, die aus anderen Ortskirchen außerhalb Russlands hierher kamen. Von Bischof Pickel bekamen wir mit einer persönlichen Widmung ein Bild von Papst Franziskus  überreicht (Foto).

Die Feier dieses Priestertages begrenzte sich allerdings auf die Zeit bis zum Mittagessen. Danach wurden schon wieder ganz materielle Dinge aktuell: Einkäufe vor dem Fest in Saratover Großmärkten.

Palmsonntag in Raskatovo

DSC_0326.jpgMit 6 Kindern kamen heute verhältnismäßig wenig in Raskatovo zur Hl. Messe, wie im immer im Wohnzimmer einer Familie. Ein Mädchen brachte ihre nicht gläubige Freundin mit. Die Passion mit mehreren verteilten Rollen, bei der jeder (mindestens eine Rolle zu lesen hatte),  verfolgten die Kinder sehr aufmerksam mit.

Heute bei der Jugendstunde in marx nach der Hl. Messe erzählten die  die Jugendlichen von ihrem gestrigen Arbeitseinsatz. (Ich war gestern wieder in Pensa). Gemeinsam mit einer Schwester hatten sie die Straße, an der unsere Kirche liegt, bis ins Zentrum gesäubert, das sind ca. 2 km; dabei positive Reaktionen bekommen, anschließend gemeinsam Essen gekocht und am Abend einen Film (Die Passion aus der Sicht von Tieren, wenn ich es richtig verstanden habe) geschaut. So war der Einsatz ein positives Erlebnis.

Subbotnik

Die Kinder vom Kinderzentrum führten heut einen Subbotnik durch, so heißt es hier, man könnte jetzt auch „Osterputz“ dazu sagen. Nachdem aller Schnee weggetaut ist, sammelten sie Müll vom Grundstück, reinigten den Rasen und den Spielplatz. Anschließend gab es über dem Lagerfeuer gegrillte Würstchen. Für die Jugend war die eine Stunde erst die Einstimmung. Unlängst in der Jugendstunde überlegten sie, was sie Gemeinnütziges tun können, nachdem sie in den Marxer Kinderheimen ihre Hilfe angeboten hatten, dies aber abgelehnt wurde. So wollen sie am Sonnabend die Straßengräben der angrenzenden Straßen von Müll säubern.

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Eine Kuh für Marx

Die Caritas Osnabrück hat vor einigen Jahren das Projekt „Eine Kuh für Marx“ gestartet. Mittlerweile konnten dank der Spender über 500 Kühe in verschiedenen Pfarreien an bedürftige Familien übergeben werden. Als Ottmar Stefan, der Initiator dieses Projektes, vor einige Zeit in Stepnoje war, fragten mehrere Familien nach einer Kuh, oftmals um ihrer finanzielle Situation etwas zu stabilisieren und in dem Ort, wo es fast keine Arbeit gibt, mit der Kuhhaltung einer regelmäßigen Beschäftigung nachzugehen. Ca. 20 Familien haben nun einen Antrag gestellt. Mit einer Schwester haben wir heute angefangen, die einzelnen Familien zu besuchen. Für die allermeisten stellt eine Kuh eine große Hihlfe dar: Milch für den Eigenbedarf, besonders der Kinder. Oder sie verkaufen die Milch für 12 Rubel/l (umgerechnet 20 Ct.) an einen Händler vor Ort , Auf dem Markt kann man sie dann für 75 Rubel kaufen.DSC_0305.jpg

Als wir im Dorf standen, kam gerade der Schulbus an.

Konveniat

DSC_0291Drei bis vier mal im Jahr treffen wir Priester unseres Dekanates uns im leer stehenden Pfarrhaus in Sysran zum Konveniat. Konveniat meint ein mitbrüderliches Treffen außerhalb der Dekanat-Arbeitskonferenzen, ohne Tagesordnungspunkte, sondern mit Zeit für Austausch und z.B. Besuch einer russischen Banja (Sauna).  Zu fünft waren wir, trotz Null Grad Außentemperatur hatte der Dekan den Grill angeworfen. 3,5 h dauert die Fahrt mit dem Auto. Als ich heute morgen zurückfuhr, ging es in einem bergigen Abschnitt durch verschneiten Winterwald. Gut, dass wir die Reifen noch nicht gewechselt hatten, denn es lag eine festgefahrene Schneedecke.

Kommunionempfang nach 50 Jahren

DSC_0273Gestern, vor der Heiligen Messe in Pensa, fuhren wir (2 Schwestern aus Marx und Sophia, die in Pensa unsere Gemeinde vertritt) zu einer älteren Frau ins 20 min. entfernte Neubaugebiet. Sie fragte nach einem Hausbesuch, um das Sakrament der Versöhnung  und die Kommunion zu empfangen. Als gebürtige Litauerin ist sie im katholischen Glauben aufgewachsen und hat vor bereits 50 Jahren Litauen verlassen. Seitdem lebt sie in Pensa. Seit dieser Zeit hatte sie keinen Kontakt mehr zur katholischen Kirche (zu Sowjetzeiten war dies auch nicht möglich), aber sie  betete weiter (auf litauisch) und las in der Bibel.  Ihre Tochter hatte mehrmals versucht, an unserer kleinen Kirche im Zentrum jemanden persönlich zu erreichen. Letzte Woche traf sie dort Sophia an, DSC_0271die die Kirche öffnete für Gemeindemitglieder (Foto), die am Gebäude Reparaturen durchführen. Die Frage, ob es also Zufall war, dass sie sich trafen, verneinten beide sofort. – Die Tochter war froh, dass Gott es so gefügt hat, bewirtete uns und stellte einige Glaubensfragen. Sie möchte ab jetzt zu den samstäglichen Gottesdiensten kommen.

Geburtstage

20170326_165638_resizedFeiern im März besonders viele Geburtstag? Bei unserer Pilgergruppe feierten 3 von 14 während unserer Pilgerreise ihren Geburtstag. Am Sonntag fuhren wir mit Bischof Clemens Pickel, P. Reinhard und Schwestern zu Tante Beate zum 87. Geburtstag. Sie ist die einzige hier gebliebene Russlanddeutsche (neben 4 Schwestern) in unserer Pfarrei, die noch deutsch spricht. Und weiter geht es zur Jugend: Gestern feierte Lena (vorn rechts) aus dem Haus Matulewitsch ihren Geburtstag DSC_0265und lud dazu ein. Bei beiden Feiern wurde viel gelacht. Und im Gottesdienst gestern war schließlich auch Angelina (ohne Foto), die seit gestern 14 Jahre als ist. С днём рождения – herzlichen Glückwunsch!