RKW 2. Tag

Mit 49 Kindern und 20 Helfern hat gestern unsere Religiöse Kinderwoche für die Jüngeren begonnen. Gut haben sich die Kinder und Helfer miteinander „eingespielt“. Sehr aufmerksam, mit großen Augen, hören manche bei den sehr anschaulich gestalteten Katechesen der Schwestern zu und löcherten den gespielten Mose mit Fragen. „Woher weißt Du von Gott? Hast Du einen Bruder?…“ Unsere diesjährige Hymne ist übrigens das Lied „Groß sein lässt meine Seele den Herrn“ mit russischem Text. Morgen nun fahren wir für 3 Tage Zelten in die Steppe. Die Kinder aus den (Groß-)Städten freuen sich darauf, wohingegen unsere Dorfkinder lieber hier in der Stadt bleiben würden. Die Steppe haben sie  immer um sich.

Eine Besonderheit morgen wird die Hl. Messe mit Bischof Pickel, der morgen den 19. Weihetag seiner Bischofsweihe feiert und dazu extra zu uns aufs Feld hinaus kommen wird.

Die auswärtigen Kinder nehmen Gemeindemitglieder in ihre Häser auf. Am Abend werden die Kinder bereits von ihren Gasteltern erwartet. (s. Fotos)

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Religiöse Kinderwoche

DSC_0320Zu einer wesentlichen Stärke unserer ländlich geprägten Pfarrei zählen die vielen Kinder, meist auch katholisch getauft. So führen wir 2 RKWs durch. Die erste Woche beginnt morgen für Kinder von 7 bis 11 Jahren und nach einer Erholungswoche fürdie Helfer dann die zweite Woche für Kinder von 12 bis 14 Jahren. Da die Anmeldezahlen in anderen Pfarreien gering sind, führen wir die RKW gemeinsam mit den Gemeinden Astrachan, Samara und Saratov durch. So werden morgen hhier 60 Kinder und Begleiter sich eine Woche mit dem Thema „Gebet“ beschäftigen, welches auch das Jahresthema in unserem Bistum ist. Elf lebhafte Kinder aus Stepnoje sind schon heute mit uns nach der Hl. Messe nach Marx gefahren und haben bereits im Auto ausdiskutiert, wer als erstes auf das Trampolin darf. Übernachten werden die Kinder von auswärts bei Gemeindemitgliedern. So bleiben uns die Nachtstunden zum Kraft schöpfen für den nächsten Tag.

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Dieses Foto mit den unterschiedlichsten Sorten von Wolken entstand auf der gestrigen Rückfahrt von Pensa.

Hauskommunion

Heut am ersten Freitag im Monat besuchte ich wieder einige Kranke in der Gemeinde. Manche erzählten sehr lebhaft von ihren Sorgen, aber auch von ihren Freuden. Da sind die Chrysanthemen, die eine Frau noch von ihrem Geburtstag vor einer Woche auf dem Tisch stehen hat mit den ungewöhnlichen Farben hellblau und grün, bei denen man auf den ersten Blick an Kunstblumen denkt. Sie überlegt, wie sie die zu welken anfangenden Blumen noch am Leben halten könne. Oder Frau L., die von ihrem Ausflug in die Stadt zum ewigen Feuer, welches für die gefallenen Soldaten brennt, erzählte. Allein kann sie nicht weit laufen, ihre Tochter hat sie die lange Strecke (ca. 6 km hin und zurück) im Rollstuhl geschoben, mit Abstecher zu ihrem Geburtshaus, zu einer Freundin, zur evangelischen Kirche, in der seit neustem eine Turmuhr angebracht ist. Und den Plan für den nächsten Ausflug hat sie mit ihrer Tochter schon gemacht. Die beiden Frauen können einen den Blick für die kleinen Freuden im Alltag lehren…DSC_0304

Das Foto ist vom zentralen Platz in der Stadt am gestrigen Kindertag.

anders als geplant

Drei Tage hatten wir im Haus kein Internet – ich hab’s überlebt 🙂

Manche Tage verlaufen anders als geplant: Für das medizinische Gutachten, welches für die Beantragung des 5-Jahresvisums gefordert wird, sollte heute (nach 2 Wochen) das Ergebnis der Blutprobe fertig sein. Ich komme zu früh, wurde mir gesagt. In unserer Marxer Poliklinik absolvierte ich noch 2 weitere Arztbesuche. Was meine Mission hier in Marx sei, fragte mich eine Ärztin, die etwas besorgt darum war, dass unsere Seelsorge sich an orthodoxe Christen richten könne.DSC_0293

Den anschließenden Weg zur Passbehörde konnte ich mir dann sparen.

In der Schule war heut wieder Abschlussprüfungstag. Zu meinem Privat-Russischunterricht brachte die Lehrerin die Aufgaben der Abschlussprüfung 9. Klasse im Fach Russisch mit. Anspruchsvoll! Eine Hausaufgabe gab es zum Schluss (Foto): einen kleinen Aufsatz schreiben mit dem Aufbau These, Argumente und Schlussfolgerung. Ich hoffe, es kommt der Tag mit der nötigen Motivation dazu. Eigentlich kann man ja nur dazulernen, erst recht, wenn sich die Lehrerin nur um einen Schüler kümmert.

Musikalische Maiandacht

DSC_0275Leute, die Freude am Musizieren haben, gibt es in unserer kleinen Gemeinde. So konnten wir heut nach der Sonntagsmesse eine musikalische Maindacht gestalten mit verschiedenen Elementen: Orgelimprovisationen, Flöte und Orgel, armenische liturgische Gesänge, Meditationstexte. Die Jugendband mit Schlagzeug und Gitarren bildete den Abschluss.

Und noch Fotos von Erstkommunnion und Taufe in Stepnoje.

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ein Klosterbauer

DSC_0261Einer der sog. Klosterbauer ist für eine Woche bei uns, um für die nächste Heizperiode alles klar zu machen. Er hat eigens Urlaub dafür genommen. Um nach Feierabend etwas zu lesen, wollte er sich in Marx ein Buch kaufen, was jedoch zunächst daran scheiterte, dass es in ganz Marx keinen einzigen Buchladen gibt (er spricht fließend russisch). Leute auf der Straße haben ihm den Basar empfohlen. Lange musste er suchen, bis er den Stand mit Büchern entdeckte und wählte einen Karl-May-Band aus. Heut fährt er mit Bischof Pickel zu seinen Kollegen Klosterbauer, die in Uljanovsk helfen.

Stepnoje

DSC_0260Am Sonntag werden in Stepnoje 2 Mädchen und ein Jugendlicher das erste mal die Hl. Kommunion empfangen. In den wöchentlichen Katechesen haben Schwestern sie darauf vorbereitet. Heut nun haben sie das erste mal das Sakrament der Versöhnung empfangen. Außerdem wird ein Mädchen am Sonntag getauft werden. Lange Zeit kommt sie nun schon zur Katechese, welche die Schwestern seit vielen Jahren kontinuierlich halten.