Gartenarbeit

Diese TagDSC_2815e sind hier in der ländlichen Umgebung sehr von Gartenarbeit geprägt. Fast jeder Hausbesitzer hat seinen Gemüsegarten, weniger aus Freude an der Gartenarbeit, sondern mehr aus der Notwendigkeit, sich bei den geringen Einkommen zum Teil selbst zu verpflegen. Mehrer Flächen bepflanzen und pflegen die Schwestern, zu einem großen Teil auch mit Blumen, die dann im Sommer als Kirchenschmuck diesen. Das Foto zeigt, dass es zum Ebnen des Bodens nur eines dicken Rohres und eines Plastikrohres als Stange bedarf, sowie sportlicher Menschen.

Himmelfahrtsausflug

Heute zum Tag Christi Himmelfahrt luden die Schwestern in Saratov und Bischof Pickel ein zur Hl. Messe in der Kathedrale, Mittagessen und Tischspielen.  Doch ganz ließ sich für mich der Feiertag heute nicht durchhalten. Am Vormittag kam plötzlich die N2553-1-980075achricht, dass um 14:00 Uhr ein Gespräch im Zollamt möglich ist, um den Transport unserer neuen Pfeifenorgel zu klären. Eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Marx unterstützt uns sehr bei diesem Vorhaben. So kam sie auch nach Saratov gefahren und wir saßen mit dem Leiter der Zollbehörde und vier seiner Mitarbeiter zusammen. Nach einigen noch zu erledigenden bürokratischen Aufgaben wird dann der Zollbetrag errechnet und wir hoffen, dass die Orgel noch im Mai in Marx ankommen wird.

Radtour

Oft frDSC_2792agen Kinder, ob sie eines unserer Fahrräder ausleihen können. Jedoch die wenigsten können schonend mit einem Rad umgehen, so gilt die Regel: nur in Begleitung eines Erwachsenen. Heute ist schulfrei In Russland, so radelten wir mit den Kindern unseres Kinderzentrums zum Picknick an die Wolga. P. Reinhard übernahm den Transport des Proviantes und derer, die Fahrradfahren nicht gelernt haben.DSC_2796

Schul- und arbeitsfrei gibt es heut wegen des Tag des Sieges. Diese Tag wird mit als größter Feiertag im Jahr begangen und ist tief bei den Leuten verwurzelt. Die Zeitung bringt zahlreiche Gratulationen den noch lebenden Kriegsveteranen, Grußworte werden gehalten und verschickt, Kriegsfilme gezeigt, kleine Kinder gehen in Soldatenuniform auf der Straße, Fahnen an ADSC_2803utos, Gedenkumzüge mit den Fotos der Gefallenen, gehalten von Familienangehörigen… Der Sieg vor über 70 Jahren stiftet bis heute sehr stark eine nationale Identität.

Landleben

Gestern merkten wir wieder, wie anders das Leben auf dem Lande aussieht. Bei der Ankunft in Stepnoje über die schlechte Straße (etwa die Hälfte der Löcher infolge des Winters sind notdürftig zuasphaltiert) kamen uns die Kinder entgegengerannt. In die Kirche hatte sich eine Schwalbe verflogen, die erst nach der Hl. Messe das offene Fenster fand. Dank der Aktion Eine Kuh für Marx  können wir wieder Gelder weiterreichen, mit denen sich Familien eine Kuh anschaffen können. Beim Stall besichtigen werden uns oft auch alle anderen Haustiere vorgestellt, z.B. junge Enten (Foto). Ein Mann hatte ein perfektes Bewässerungssystem auf seinen Beten installiert.

Heute zur Katechese fuhr eine junge Ziege mit im VW-Bus. Bei dem schönen Wetter traf sich die Katechesegruppe von Sr. Mascha auf dem Spielplatz. Nach der Katechese galt es erst einmal, sich zwischen zwei verschiedenen Spielweisen von „Hoppekästel“ zu einigen.

Mit einer Vertreterin der Stadtverwaltung wollten wir heute eigentlich zum Leiter des Zollamtes nach Saratov fahren, um die Einfuhr für unsere Pfeifenorgel zu klären. Er wollte uns die Uhrzeit für das Treffen noch mitteilen, was leider nicht geschah. Die Zeit drängt schon. Mittwoch ist großer Feiertag (Tag des Sieges) im Land, so wird es wohl diese Woche leider nichts mehr.

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Verabschiedung

Sie war eiDSC_2750n guter Geist im Haus Matulewitsch. Sie war da, wenn die Mädchen von der Schule kamen, kochte für sie, war Gesprächspartner und sorgte für Ordnung im Haus. Für längere Zeit ist sie für diesen Dienst von ihren erwachsenen Kindern im 500 km entfernten Wolgograd weggefahren. Seit einem Jahr hat sie auch für uns im Pfarrhaus das Mittagessen mit gekocht. Manche Kulturfahrten nach Saratov zum Konzert oder ins Theater hat sie initiiert. Jetzt geht sie wieder zurück in ihre Heimat. Gestern verabschiedeten wir uns von Tatjana Nikolajewna.

P. Reinhard und ich werden nun vorübergehend selber kochen, bzw. die Anteile liegen eindeutig stärker bei P. Reinhard. Aber oft bleibt auch noch ein zweites Mahl von einer Veranstaltung, oder wir bekommen Plinsen oder andere Köstlichkeiten von Gemeindemitgliedern oder den Schwestern. Und schließlich ist da noch das Tiefkühlfach und die Mikrowelle.

zurück in Marx

Zwei erholsame Wochen Urlaub bei herrlichem Wetter führten mich vor allem zu Begegnungen mit Freunden, Verwandten und guten Bekannten. Pater Sergio aus Mexiko, jetzt in Samara als Vikar tätig, besuchte mich in der Oberlausitz und gemeinsam trafen wir Bekannte und schauten uns interessante Orte in Sachsen bis über Salzgitter nach Köln an.

Zur Pastoralkonferenz unseres Bistums kamen dann mit Bischof Pickel ca. 100 Priester und Ordensschwestern und -brüder  nach Naundorf, Sächsische Schweiz. Viele Fotos entstanden mit den Felsen des Elbsandsteingebirges. Bei herrlichem Wetter wurden sogar die Mittagspausen der Konferenz für kleine Ausflüge genutzt. Den Höhepunkt bildete die Hl. Messe in Dresden. Gestern Abend sind wir, die Schwestern, P. Reinhard und ich, wieder gut in Marx angekommen. Jetzt heißt es innere Uhr umstellen und wieder Ja zu sagen zu Pfarreiarbeit, aber die menschlichen Begegnungen hier in der Gemeinde helfen dabei.

Der russische Alltag hatte mich gleich „eingeholt“, als unsere Sekretärin erzählte, dass unser Pfarrkonto eingefroren wurde, offensichtlich aufgrund eines Fehlers beim Einordnen der Steuerabgabe unserere Pfarrei als physische anstatt als juristische Person.

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Urlaub :-)

In diesem Jahr feiert Bischof Clemens sein 30-jähriges Priesterjubiläum. Aus diesem Grund lädt er die Schwestern, Ordensbrüder und Priester des Bistums am Sonntag, 29.4. an den Ort seiner Priesterweihe, in die Kathedrale nach Dresden ein. 5 Tage werden wir alle in Naundorf, Sächs. Schweiz zur jährlichen Pastoralkonferenz sein und uns u.a. mit Pastoralen Fragen im Zusammenhang mit heutiger Bioethik beschäftigen.

Ich nutze diese Ortswahl, um zwei Wochen Urlaub voran zu schieben und fliege/fahre morgen in die Oberlausitz. Nächste Woche werde ich P. Sergio treffeDSC_2530n, mit dem ich ein halbes Jahr in Saratov an der Uni russisch gelernt hab. Er wird das erste mal nach Deutschland kommen, so werden wir etwas durchs Land reisen.

Der Rückflug ist für den 2. Mai geplant. Bis dahin Ihnen/ Dir einen guten Start in den Frühling, oder ist es in manchen Gegenden schon der Sommer?

Das Foto vor unserem Grundstück zeigt einmal wieder, wie anziehend Pfützen für Kinder sind.